254 Antwort der Fragstückc von kaiscrl. u. päpstl. Gewalt.
«In Ina, sondern liumnno. Damit nun Einigkeit sei zwischen demobersten Bischof und dem obersten König, so soll dieser Bischofdenselben krönen, zu bezeugen, daß sie einig sind, und daß dieseRegierung eine ordentliche Monarchie sei; aber dagegen soll derKaiser die Kirche schützen.
So man nun dieses Werk des Papstes eine Eonsicmationnennt, so ist zu betrachten, wie weit sich die Consirmation streckt.Sie ist nur ein Zeugniß der Einigkeit dieser beiden Potestaten,und hat der Papst nicht Macht, einen Andern zu krönen, dennwelcher von den Kurfürsten erwählet ist, hat auch nicht Macht,diesen zu verwerfen oder abzusetzen, ohne der Kurfürsten Urtheikund Zuthun, hat auch nicht Macht, hie kaiserliche Hoheit aufandere Könige oder Lande zu bringen. Der Papst gibt auch demKaiser nicht die Lande, und zu» Flallli. Dieses empfängt er vonden Kurfürsten, als Arcadius und Honorius jeder seinen Theilvon ihrem Vater Theodosius empfangen haben, und die kurfürst-liche Ordnung hat vielmal löbliche Kaiser erwählet, und oft zumGuten gcdienet, obgleich auch etliche Mal Unglück und Uneinig-keit vorgefallen, wie in allen menschlichen Dingen Zerrüttung vor-fällt durch Teufel und menschliche Schwachheit.
Es haben auch vornehmlich die Päpste Trennungen unterden Kurfürsten gemacht, und soll nämlich bedacht werden, welcheErwählungen dem Lande nützlich gewesen sind, als:
Ilonrioi UmubeiAonsis,Ilenrioi 4'ertii,Uuilvipili,
(laroli ljuarti,
LIberti lluiiA.-rrici,lilaxiiuüiani,
6onrarU 8aIIoi,
I,otI>arH,
Usurivi ImvelburAonsis,LiAismuruli,
Vriäerloi 4'ertü,tlaroli <iu!nti.
Und Etliche unter diesen, als nämlich die drei ersten: Hein-rich Bambergensis, Conrad der Salier, und Heinrich Hl. habenganz Europa nützlich gedienet; darum zu wünschen ist, daß dieserhöchste und allerschönste Senat auf Erden, nämlich 8on»t>i8Lleotoriiiu noch lange Zeit erhalten werde und einträchtig sei.Aber unter Heinrich dem Vierten hat das deutsche Reich an-gefangen zu fallen, wie Strafen von wegen mancherlei Sündenkommen. Und mag wohl sein, daß Heinrich IV., da er ausseiner tugendhaften Mutter Zucht weggenommen, muthwillig wor-den ist; aber die Päpste haben fleißig gearbeitet an der Schwä-chung der deutschen Kaiser, und haben mit diesen zweien: Hein-