Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
Seite
247
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Antwort der Fragstücke von kaiscrl. u. päpstl. Gewalt. 247

Krieg erobert hatte, ist endlich durch die deutschen Fürsten dießbeschlossen, daß man die Erben Otto's nicht von dem Ihrigenverstoßen sollte. Auch war die Mutter, Theophania, zu Rom,die für ihre Söhne anhielt. Also ist Otto zum Kaiser erwäh-let, der die Lombardei als sein Ecbtheil behalten hat, und istHugo Herzog in Sachsen geworden, dessen hernach weiter in Hi-storien gedacht wird.

Also ist Otto Ilk. als Erbe in Italien und durch die Er-wählung der Fürsten zum Kaiserthum gekommen, und alsbald ister vor der Krönung in die Lombardei gezogen, als in sein Erb-land, und hat Huldigung thun lassen. Dergleichen ist er fort-gezogen nach Deutschland, Huldigung im Reich und den großenStädten in Brabant (da zu derselben Zeit des deutschen ReichsMacht gewesen ist,) zu empfahen; hat auch die Wenden zurückgetrieben, Brandenburg belagert und mit Gewalt erobert; hathernach mit den Polen Frieden gemacht, und hat dem Herzogzu Polen in der Stadt Gnesen die königliche Krone aufgesetzt.Dieses ist der Anfang des Königreichs Polen, das nun fünfhun-dert Jahr diese Ehre gehabt hat.

Dieweil nun Otto bei zehn Jahren außer Italien war,wurde der Tribunus Crescentius zu Rom sehr muthig, und wolltesich zum Kaiser machen; verjagte auch Päpste, und trieb großenFrevel, daß Otto nach Rom ziehen mußte.

In diesem Zuge hat er Nom belagert und mit Hunger ge-drungen sich zu ergeben, hat den Tribunum Crescentium gefan-gen, und lassen auf einem Esel zu Rom rücklings umführen, ihmNase und Arm abhauen und hernach henken. Dieses ist deselenden Crescentii Ende gewesen.

Aus diesen Historien allen ist zu verstehen, daß Karl, Ottound ihre Erben die kaiserliche Hoheit löblich erlangt und löblicherhalten haben, und daß ihre Negierung ganz Europa nützlich ge-wesen ist, daraus zu verstehen ist, daß ihre Erhöhung GottesWerk gewesen ist.

Nun schreiben alle Historici, daß solche große Weisheit indiesem Otto gewesen sei, daß man ihn nrirnbilia lunnäi ge-nennet habe. Dieweil er denn bedacht, daß vor ihm wegen derSuccession etliche Male Krieg geworden sei, und daß die Galliersich unterstanden haben, die Hoheit auf sich zu bringen, und weiler gewußt, daß vielmal zu Konstantinopel von wegen der Succes-sion große Unruhe und Morgen verursacht ward, hat er, zur Erhal-tung gewisser Successionen und um Krieg zu verhüten, so viel