Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
Seite
236
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2Z6 Antwort der Fragslücke von kaiserl. u. päpstl. Gewalt.

1'etra «Isilit kstro, Petrus «liatlema Iluäolplm.

Das ist: Christus hat die Krone Petro gegeben, und Petrus,das ist der Papst, hat sie dem Herzog Rudolph gegeben. Dieseprächtigen Worte haben den frommen Fürsten angchetzt, und sinddoch im Grunde Lügen und Betrug. Denn dieser Herzog Ru-dolph hat sich wider seinen Herrn und Blutsverwandten Ilenri-vum guartum lassen zum Kaiser wählen, und ist ihm nach et-lichen Schlachten seine rechte Hand abgehauen bei Merseburg;und als man ihm die Hand vor seinem Ende gebracht hat, under sie in großer Betrübniß angesehen, so sagt er zu den Bischö-fen:dies ist meine Hand, damit ich meinem Herrn und KaiserGehorsam geschworen habe! Nun bedenket, welcher Theil Rechthabe!" Und ist dieser Herzog Rudolph desselben Kaisers lleu-rivi guarti Schwestersohn gewesen.

Honrious III. Imperator, lau-Ilxor (Gemahlin): Hagne, Her-äatus prineeps. zogin zu P o i t i e r s und Aqui-

(Heinrich Hl. Kaiser, ein rühm- tania, großer Tugend,voller Fürst.)

8oror: Mechtild, nupta 6unonipilius Ilenrieus Ijuartus. Duci 8uoviae.

(Der Sohn: Heinrich IV.) Schwester: Mechtild, verehlicht an

Cuno, Herzog in Schwaben,kllius kuckolpli.

Der andere Theil.

Nachdem nun klar ist, daß die Apostel keinen Befehl haben,weltliche Hoheit zu ordnen oder zu setzen, wird weiter gefragt:

1) Wer hat denn diese Gewalt zuvor gehabt, und

2) wie hat Karl der erste die kaiserliche Hoheit erlangt?

Antwort.

Die alten Königreiche sind gemeiniglich erblich gewesen, oderdurch Krieg verändert worden, und ist der Sieg Gottes Werk,der Tyrannei und Unzucht straft, und bleibt die Regel im Da-niel geschrieben: Gott verändert und erhalt die Königreiche.

Da 8extus l'arguinius den großen Muthwillen übte ander Lucretia, ist das Regiment zu Rom geändert.

Nun wäre zu lang, davon zu reden, wie Gott dieselbe un-