und Stände Augsburgischer Confesston. 217
Nun muß zu Frieden dieses erhalten werden, daß die Kir-chen einander nicht damniren, obgleich die Mitteln Ceremonien,Feste, rechte Gesänge und Kleidung ungleich sind.
Daß aber Jllyricus und sein Anhang dieses also scharfen,man soll den Papisten zu Gefallen Nichts annchmen, ob es gleichan sich selbst ein Mittelding ist, ist auch hart geschärft; denn sodie Bischöfe christliche Lehre annehmen wollten, und begehrtenGleichheit in etlichen mittel» Ceremonien, ist solche Gleichheit nichtzu verdammen. Daß aber Jllyricus mich und Andere grausam-lich schmähet, erbiete ich mich, so ein S^noäus wird, nach ge-bührlichem Verhör, das Urthcil 8/noäi anzunehmen, es thuemir sanft oder unsanft. Denn dieses bekenne ich» daß ich denkilstoribus in Franken und den ko8toribu8 in diesen Landengerathen habe, daß sie von wegen des Chorrocks und Ordnungder Feste und Gesänge ihre Kirchen nicht verlassen sollten, undViele, die ihre Kirchen von wegen solcher geringer Sachen verlas-sen haben, sind in diese Lande kommen und haben solches mitden Unfern gehalten. Ueber dieß hat Jllyricus verfälschte Schrif-ten lassen ausgehen, wie zu erweisen ist; doch achte ich diesesGeschrei nicht groß; will er mich verjagen, das bin ich wohlzufrieden, denn ich begehre seiner Gesellschaft nicht, dieweil ichweiß, daß er Gottes Ehre nicht sucht und ist ein öffentlicher Ca-lumniator, und eröffnet sich nicht, was er halte vom ganzen 6or-pore vootrinss Llrristinn ae, sondern suchet stückweise, wo erEtwas calumniren kann und was er bei sich kochet, weiß ichnoch nicht; die Zeit aber wird es an das Licht bringen.
Von den. Ehesachen.
Dem römischen Könige ist dieses sehr angelegen, daß denBischöfen die oräinati» und zurisäiotio wiederum zugestellt werde;denn er ist in dieser Meinung: wer nicht von einem papstischenBischof ordinirt ist, der habe nicht potestatoin conseorantli.Nun kann mit den Bischöfen keine Einigkeit gemacht werden, sosie Verfolger bleiben. Auch so dieser sollte gehalten
werden, würde nicht davon geredet, wie mit den papstischen Bi-schöfen eine Einigkeit zu machen sein sollte, sondern wie wir un-ter uns einig sein wollten. Dazu bedenke ich, daß nöthig ist,daß die Kur- und Fürsten selbst in ihren Landen der PriesterOrdination und Consistorien aufrichten, nämlich, daß etliche Su-perintendenten sind, welchen das Examen und Ordinatio befohlenist, die diesen Fleiß thun, daß nicht Personen zugclassen oder ge-