216 Bedenken vom Synodo aller Kuv- und Fürsten
hat, Nöm. 10: Oonkessio sit »st snlutem* **) ), welches Wigandusmuthwillig ändert: Oonkessio tit <Ie Salute; item, 2. Kor. 7:Iristitia seounilum Oeui», operntur poenitontiniu all snlutom^^);item, l^lnlipp. 2: Ounr timors et treinvro vertraue snlutemoi'oromiui ***). Zluch lauten diese Worte nicht anders: Omni«,gui iuvoeavorit nomsn Doiuini, snlvus eritf).
Ja, sprechen sie, man soll diese Neben recht verstehen; dassprechen wir auch. Aber diesem Gezanke wäre damit abgeholfen,so wir uns verglichen, daß wir den Anhang ausschlössen undnicht weiter grübelten. Ich habe Argumente gnug wider sehr sub-tile Sophisterei, damit sie die Proposition wollen stracks falschmachen, und ist auch zu bedenken, wie ärgerlich diese Rede beifremder Nation, christlichen Gelehrten, verständigen Männern lau-tet, wie ich selbst von einem tVn^Io diese Worte gehöret habe:7'urpö est (juaerere ln lüeelesin, an Iiaeo propositiv vera sit:^>ova vdeckiontia vvl bona opora sunt neovssaria, guin «liüe-runt nocossariuin et moritum ff). Es sind auch Etliche sogrob, daß sie sagen: I-atro vonversus in erues, etiaiu post eon-versionein non Iiaduit bona operafff). Dieses ist große Grob-heit; denn bona opera heißet nicht allein äußerliche Werke, sonderndie ganze nova obelliontia, poenitontia, ücles, invovlltio, bo-nuin proposituin, pationtia, spes vitae aeternae *ch); diesesAlles ist in Illtrone evnverso, da sind gute Werke, Bekenntnißder Sünde, Anrufung Christi rc.
Von den Adiaphoris.
Diese Lehre vom Unterschiede göttlicher Gebote und mensch-licher Ordnung, in Mitteldingen, als in Ordnung der christlichenFeste, Lection, Gesänge, Kleidung ist öffentlich. Auch ist Unterschiedzu halten, zwischen Mitteln Ceremonien, die zu guter Ordnung dienen,und andern, die superstitionos mit sich bringen, als Flcischverbot rc.
*) Das Bekenntniß wirket zur Seligkeit.
**) Die göttliche Traurigkeit wirket zur Seligkeit eine Reue rc.
***) Schaffet, daß ihr selig werdet mit Furcht und Zittern,f) Wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll selig werden,ff) Es ist eine Schande, daß man in der Kirche fragt, ob wahrsei der Satz: der neue Gehorsam oder die guten Werke sind nö-thig, da doch Nothwendigkeit und Verdienst sich unterscheiden,fff) Der bekehrte Sünder am Kreuz hatte nach der Bekehrung keineguten Werke.
*f) Der ganze neue Gehorsam, Buße, Glaube, Anrufung, guterBorsatz, Geduld, Hoffnung des ewigen Lebens.