196 Mel. Antwort auf vergehende» Schreiben.
eonckemnationes setzen, sondern auch Erklärung ganzer Artikel,und N88evorntione8, die vielen Christen jetzund und hernach nützlichsein würden. Diese Meinung hat auch E. F. G. Gesandtemerstlich nicht mißfallen.
Aber als hernach die listigen Papisten auf uns gedrungen,sie wollten wissen, ob wir einträchtig seien oder nicht, habe ichin öffentlicher auäientia etliche Mal klar gesagt, daß durch Got-tes Gnade wir Alle, die wir hier sind, und alle Pastoren in Kir-chen der Lande unsrer Herrn, in der Augsburgischen Confessioneinträchtig sind, habe auch hernach unter uns eine gemeine Formunserer Einträchtigkeit gestellet, wie E. F. G. Gesandten selbstbedenken werden. Aber sie sind darauf beharret, daß sie die Pro-testation zu thun gedächten.
Wiewohl nun darauf viel Reden mit ihnen durch aller Kur-und Fürsten Gesandten gehalten, und in Betrachtung, daß dasColloquium möchte gehindert werden, so wüßten sie auch, daß sieunvcrhindert wären, in xroce88n hernach, in jedem Artikel ihreMeinung nach der Länge zu sagen, und zum höchsten gebeten,sie wollten nicht Ursach geben zur Verhinderung des 6oII»guü;so sind sie gleichwohl zum Präsidenten gegangen und haben dieCondemnation überantwortet, und Ausrichtung gethan, er wolleihnen zulassen, ihre Protestation in publien nuclientia zu thun, §und was sie weiter gesucht, davon kann ich nicht schreiben. Alsohänget nun die Sache bei dem Herrn Präsidenten, dem ich keinMaß zu setzen habe. Besorge auch, dieß Colloquium sei durchdiesen Unflath zerrüttet, und kann mir nicht aufgelegt werden,daß ich schuldig daran sei. Der allmächtige und ewige SohnGottes wolle gnädig alle Spaltung und Aergerniß aus seinerKirchen hinwegnehmen, in dessen Schutz und Regierung ich E.F. G. hiermit getreulich befehle. Datum Worms.