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3 (1829)
Entstehung
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169
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Fragen vo» cilf streitigen Sicligionsartikeln. 160

eilin diesen Befehl, daß er soll über die andern Bischöfe im Oc-cidcnt 8ui,oii»tenllon8 sein, 6onoili-» zu berufen, wenn Sachenvorfallen, die eines Ovncilü bedürfen rc. Daß aber Etliche schrei-ben, die 6onoilin uuivvrsulia können nicht irren, das sind blindeWörter; denn 6onoiliu,u universale heißt nicht des Papsts llon-eiliuiu, da er mit seinen Bischöfen, Pfaffen, Mönchen sitzet, undgibt dem llonellio diesen Namen Universale oderwenn er will, und berufet Etliche dazu, Bischöfe oder Möncheaus Kreta und Eypern; dieses sind eitel Spiegelfechtereien.

Daß aber auch die tionoilia universalia irren mögen, istöffentlich aus dem universal! Loneilio 8/riuieusi, in welchemein großer Schandflecken in den höchsten und Principalfachen ge-willigct ist, nämlich daß das Symbolum geändert ist, und istfür das Wort: oztooümov ein anderes ungewisses Wort zuStärkung der Arianer darein gesetzt,

Dieses ist ein großer Jcrthum in Glaubenssachcn gewesenund ist dasselbige 8g-viuivnso tlonoiliunr ein ansehnlich Lnnoi-liuiu gewesen, darin aus Orient und Occident die vornehmstenMänner gewesen sind, auch Hosius aus Hispania, welcher zurselbigen Zeit für einen hohen Mann gehalten war.

Es sind auch viele andere irrige Oouoilia gehalten, als tVri-luiuoiiso, 8<rleueions<! vto., die nennt man aber nicht uni-versal ia.

Daß aber Etliche weiter schreiben, als der Unflath Pigius:die Person des Papstes könne nicht irren; dieses ist sehr einegrobe öffentliche Lügen, denn die göttliche Schrift spricht: klale-(lietus gui vonlidit in iwniino*); und Petrus ist gefalle»; so sindja öffentliche Jrrthümer, daß der Papst Bonifacius eine lioustitu-tio gemacht hat, der Papst habe beide Schwerter jure divinuund Andere vor ihm haben die Kaiser an einander gehetzt, Vaterund Sohn und Andere, wie der Vers anzeiget:

kstra dedit I^otro, l?strus diadeina Ikodolplio **).

So ist öffentlich, daß die Päpste den Priestern die Eheverboten haben; auch haben sie geboten, wenn ein EhemannPriester worden ist, daß er hernach seine eheliche Hausfrau nichtmehr erkennen soll.

So weiß man, wie tloneiliuiu l'ridentinuru und Papstkaulus Urtius gröblich gcirret haben; und so oft das 6»uoi-

*) Verflucht sei, wer sich auf einen Menschen verläßt.

") Es verlieh dem Petrus der Fels (?vtru) und Petrus dem Ru-dolph die Krone.