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3 (1829)
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162
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162 Fragen von eilf streitigen Neligionsartikeln.

schof richten soll, sondern nach Gottes Wort. Darum auchMoses spricht Exod. 23.:Du sollst nicht von der Wahrheitweichen von wegen des großem Haufen."

In weltlichen Gerichten ist cs also, daß die hohe Obrigkeitund das mehrere Theil Gewalt haben, in zweifelhaften Sacheneine Erklärung zu machen, und die Erklärung ist kräftig vonAmts wegen; aber in Glaubenssachen ist's nicht also: denn Ho-heit der Person und das mehrere Theil hat nicht Macht, einenneuen oder andern Gott zu machen, wie Nabugdvnosor machenwollt' und muß Gottes Wort Richter sein; das ist an sich selbstgewiß, und nicht ungewiß, wie die Weltweisen vorgeben.

Daß man aber spricht:Wenn das mehrere Theil und dieHoheit der Person nicht gilt, so wird Alles ungewiß, und istkein Ende der Spaltungen;" darauf ist zu antworten:Wiewohldiese Gegenrede in weltlichen Sachen Statt hat, so kann sie dochnicht gelten in Glaubenssachen;" denn dieses ist öffentlich, daßkeine Kreatur Macht hat, einen neuen oder andern Gott zumachen.

Und ob man dagegen spricht:Es könne leicht ein Jedereinen eigenen und besonder» Verstand fassen; dagegen ist dieseszu reden: Gottesfürchtige und verständige Leute merken, wasSophisterei ist. Als dieses ist ja wohl zu merken gewesen, daArius das Wort Den» llolian. 1 . deutet Deus oklioio, nunessenti» *)', daß dieses Sophisterei wäre rc., so hatten auch dieRechtgläubigen viel mehr Zeugniß aus der Schrift. Item: siehatten dieses klare Zeugniß, daß die Propheten und Apostel aus-drücklich lehren, daß man den Herrn Christum anruscn soll.

Item: sie hatten auch der ersten reinen Kirche Zeugniß, dasdarum auch zu erforschen ist; denn es soll Niemand eine neueLehre in die Kirche einführen, die zuvor nie darin gewesen, undkein Zeugniß hat von den rechten Lehrern, denn Gott hat diePropheten und die Apostel dazu gesandt, daß sie das Ministe-rium Evangelii sollten wiederum aufrichten, und gibt für und füretliche rechte Lehrer; also berufet sich Jrenäus auf Polykarps Zeug-niß, der Johannis Schüler gewesen ist rc. und Basilius aufLlreAm-Iunr lVeocav8nrien8em, und wir zu dieser Zeit ausdie erste reine Kirche. Denn gewißlich wahr ist, daß diePäpste und Mönche neue Dinge eingeführet haben, die in derersten Kirche nie gewesen sind, wiewohl die Mißbräuche zeitlich an-