Bedenken von Freistellung der Religion. 157
len und wollen die Kur- und Fürsten rc. Dieweil nun dieseRestriktion diesen Verstand hatte, daß dadurch andern StändenErkenntniß des Evangelii verboten würde, ist dagegen eine Pro-testation geschehen, wie mein gnädigster Herr, der Landgraf, sichwohl erinnern kann, was dieselbe Zeit gehandelt ist, und daß vondieser Restriktion etliche Tage durch die Räche äi^utationos ge-halten sind.
Daß aber etliche hoffärtige Leute schreien, man solle die Bis-thümcr zerreißen, dieses ist 0. Luthers Rath nicht gewesen, derstets gesagt, er wolle, daß die Bischöfe christliche Lehre annahmen,und ihre Jurisdiction, Lonsistoria, Kirchen und Schulen rechtbestelleten, und in Gütern blieben, sonderlich weil zur kurfürstli-chen Hoheit etliche Bischöfe geordnet sind; diese Ursach hat erinsonderheit bewogen.