Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
Seite
84
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84 Von d. Sünden b. Ausekwählten, gegen d. ?. NaogorgiuS.

Ja, darum schreiet David also, daß er gefühlet, daß er zu-vor verlassen gewesen und erfahren hat, wie schwach der Menschist, so er allein ist, ohne Gottes Hilfe; er hat Gottes Zorn undeigene Schwachheit erfahren, darum bittet er jetzt von vielenStücken, daß ec forthin in Gnaden, Trost, Stärke lebe.Laßmich hören Freude und Wonne, daß die Gebeine fröhlich wer-den, die du zerschlagen hast!" Eben darum bittet er Trost, daßer Gottes Zorn erfahren hat, und nennt seine Thal selbst einesolche Sünde, die Gottes Zorn und den ewigen Tod verdienethabe, wie er spricht:Errette mich von den Blutschulden!" d. i.,von Sünden, die den Tod verdienet haben.

Diese Erinnerung ist zusammen gezogen, anzuzeigen, warumwir Bedenken gehabt, die Auslegung über Johannem in Druckzu geben, darin der Pfarrherr zu Kahla eine andere Meinungsetzet von den Auserwählten, nämlich, daß sie gerecht bleiben undden heiligen Geist behalten, ob sie gleich in öffentliche Sündefallen. Ec ist auch mit ganz züchtigen Worten davon vermah-net worden, und hoffen nochmals, er werde sich besser beden-ken.