Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
Seite
49
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auf dem Reichstage zu Regensburg 1541 rc. 49

Darum soll man fleißig und mit dankbarem Herzen alleihre Gaben, damit sic gezieret, kennen lernen und merken, wiewundccbarlich Gott die Kirchen von Anfang regiert hat; ihrist gegeben Gottes Sohn zum Heiland. Sie hat das Evange-lium, den heiligen Geist, als einen Regierer, das Predigtamt fürund für erhalten, durch die Vater, Propheten, Christum, Apo-stolos; sie hat auch Hirten, und Gewalt, Diener zu berufen, zurErhaltung des Evangeliums für und für. Auch hat sie die ho-hen Gaben, Verstand und Auslegung göttlicher Lehre, welche isteine himmlische Weisheit, über menschliche Vernunft von GottesWillen, wie geschrieben stehet Eph. 4:Er hat Gaben gegeben,etlichen Aposteln rc." Die Kirche hat Befehl, die Sacramente zuhandeln, und ihre besondere Jurisdiction und Gericht.

Man soll aber allezeit diese Regel halten, daß Gottes Wort,uns in den Propheten und den Apostelschriften gegeben, vorgezo-gen werde und mehr gelte, denn aller Menschen, aller Bischöfe,aller Concilicn, oder der ganzen Kirche.

Wir bekennen aber, daß diese dreierlei Gewalt der wahrenKirche gebühre. Die erste zeugen von den Schriften der Apo-stel, oder unterscheiden der Apostel Schriften von andern, so un-ter der Apostel Namen fälschlich umgelragen sind.

Denn nachdem ungleiche Bücher unter der Apostel Titelausgeoreitet sind, haben doch die Kirchen allein diejenigen behal-ten, die sie gedachten gewißlich von den Aposteln, oder glaubwür-digen Zeugen, ihnen befohlen sein, hernach hat gemeine Kirä'edieselben einhelliglich behalten, und die andern widerwärtigen Bü-cher verworfen, denn Eusebius schreibet, daß besonderer Fleißgeschehen, die gewissen Bücher zu erhalten, und von andern un-gewissen zu unterscheiden.

Wiewohl nun dieses ein besonderes Gotteswerk und Gabeist, Erhaltung gewisser Bücher, durch die Propheten und Apostelngelassen, so soll doch dabei auch der Kirchen Fleiß und Gewaltbekennet werden, welche zum Theil von ungewissen Schriften Zeug-nis gegeben, zum Theil hat sie untüchtige und nicht gleichlautendemit der Propheten und Apostel Schriften verworfen.

Darum erinnert Augustinus, daß wir der ersten KircheZeugnis groß achten sollen, nämlich, das man annehmen soll, diegemeinen Schriften, so man in allen Kirchen hat, welche die ersteKirche einhelliglich angenommen, und daß man dagegen die neuenBücher der Manichäer verwerfen soll; darum spricht er: Ichglaubte dem Evangelio nicht, wenn mich nicht der gemeinen ka-III. 4