Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
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einen weltlichen Frieden rc. annchmcn können. 15

Unrechtes Gesetz, Abthuung aller Privatmesse, des Kanons, derOblation und Application, der Einsperrung und Umtragung desSacraments und aller Selenmessen, Abthuung aller Anrufungder Heiligen, und was daran hanget, als Heiligenfeier, Heilig-thum, Oelung, Unrechte Gebete, Gesänge, Wallfahrten, Bilder,dazu man gelaufen. Item, Zulassung des priesterlichcn Ehestan-des, Abthuung der Klostergelübde. Item, das Sacrament ganzund nach Christi Einsetzung reichen, Abthuung der Satisfactionund Jndulgentien, Abthuung öffentlicher zauberischer Segen, nguaeeonseoratse, sali« oonsevrati, Altar weihen, Glocken taufen.

In diesen Stücken ist nicht nachzugeben! Nun ist wohlzu achten, sollte es zu Handlungen kommen, die nicht ganz einSpiegelfechten sein sollen, so würden sich die Könige und Pfaffenum die Privatmessen ernstlich annehmen, sie zu erhalten, zu fär-ben, zu glossiren, so viel immer möglich. Darum ist Noch, daßman auf diesen Theil endlich bedacht sei, worauf man auf's Aeu-ßccste beharren wollte, das man so nöthig achtet, daß es nichtnachzugeben, obgleich Krieg und ewige Zerstörung zu besorgen.

Darauf ist eine kurze richtige Antwort: man kann Abgöt-terei nicht zulassen oder verschweigen, sondern dazu sind wir vor-nehmlich geschaffen und wieder erlöset, daß wir Abgötterei mitErnst strafen und anfechten sollen, und rechte Gotteserkenntnißund Dienst helfen erhalten. Das ist das erste Gebot, hoch undfern zu halten, über Frieden, Regiment, Leib, Leben, ja überHimmel und Erden, und bleibet also dieses Gebot unwandelbar:l?uAlts illololatriain (fliehet die Abgötterei!).

Dieweil dem also ist, folget, daß wir die Messe mit ihremKanon, das ist, mit ihrer ablatio und applioatio, nicht könnenwilligen oder zulassen, eine oder mehr Messen viel oder wenig;denn es ist öffentliche Jdololatrie und Abgötterei, wle in IsraelBaal oder Andere gewesen, und sind dieses die Ursachen:

1) Sacramente außer ihrem eingesetzten Gebrauch sind nichtSacramente; denn Gott wirket mit keinem Werk, dabei Er nichtzugesagt hat, damit zu wirken, wie Er nicht will an Bilder ge-bunden sein, also ist jetzt die türkische und jüdische Beschneidungkein Sacrament, denn es ist kein Gotteswort dabei. Also ist'sauch in der päpstlichen Messe, dieweil kein Befehl ist, zu opfernund zu appliciren, so ist's gewiß nicht mehr Sacrament, dennwie die türkische und jüdische Beschneidung, daraus klar ist, daßöffentliche und vielfältige Abgötterei da geschiehet. Es ist wohlwahr, so Einer dieses bedenket, ist's so gräulich, daß er davor