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1 (1829)
Entstehung
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12
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12 SlicIancfotJjon.

geliebten Sondern dameratiuS, ben baS Verlangen, 3euge jenesÄampfeS ju fein, aus ©rfurt batjin gejogen, fennen ju lernen,unb mit if)tn ju einer bis in ben Sob treuen greunbfd)<ift fiel) juverbinben; nicht nur mar bie offentlidie 2fufmerffamfeit noch mehrauf if)n bi« geleitet, unb er fclbfl tiefer in ben Äampf hinein gejo=gen worben; er batte aud) bie Ädinpfer, ben ©ei fl, ber fie trieb,vornebmlid) bie ©egner in ihrem Streben unb SQSiberflrcbeit naherfennen gelernt, unb barin eine neue 2fufforberung gefunben,ber Sheologie moglichft ungeteilt feine Äraft ju mibraen, wie erbeim feitbem unablaffiger mit berfelbcn fid) befd)dftigte. Eine un=»ergleidjlidje, fchnell unb bod) bcwunbernSmürbig gereifte grudjtbiefer ^eilfamen 33efd)dftigung mar fein©runbtifj ber ©lau=fcenSlehre", *) meldet, in lateinifdjer Spradje, bereits mdl)tcnbbeS SommerS 1521 ju SBittenberg, unb gleich barauf auch 5Safel in brei neuen 2fuflagen erfchien, gleid) vortrefflid) bem 3>n=halte unb ber iDarflellung nad), baS erffe eigentlidje Setjrbud)ber erneuerten Äirche. 2BaS £utl)er als baS 2Sefentlid)e beSchrijllidjen ©laubenS, als bie reine Sd^riftleljre, gegen baS 2(nfe=hen ber S2enfd)enfagungen unb gegen bie Äunfte ber ginfrermf,mit hfili 9 fnr ©fet »ertheibigte, baS mar in biefern SBcrfe feinescrleud)tetften SJJitarbeitcrS, bei gebrdngter Äurje, mit überjeu=genber ©nfadjljeit unb Älarheit, in leichter, aber jwccfmdjjigerÄnorbnung, fo jufammengefaft, bap Nichts bem gottgange berDeformation forberlicfjer fein, Did)tS ben SBiberfadjern mehr 2Cb=btucl) thun fonnte, als biefeS einzige 2öerf. Diemanb erfanntebiefj freubiger, mit aufrichtigerer ffiemunberung unb Sanfbaefeitan, als 2utf)er', unb mit ihm fto!)locften 2flle, bie an ber 2Sie=bergeburt ber Äirche unb ber theotogifchen SEBiffenfdjaft 5£l)eil nah=men, mdhrenb bie ©egner, maS bem SJteifterwerfc nid)t minberjum Duhm gereichte, baSfelbe alS bie allergefahrlidjffc unb »evberb=lidjfte ©fefeinung «etfehrieen. Sie hatten ihn jmar fd)Oit auSfeiner ©flarung beS paulinifdjen S5riefeS an bie Domer, welcheßuther mit einer Söortebe hetouSgab, unb aus feinemSefenntnif?ber ©»angelifdjen Äirchen" (beibe 1520 gebrucEt), fennen gelernt;fie griffen ilin aber jetjt um fo ungeftumer an, weil er auch alsSuthcrS 33ertheibiger fehr fraftig aufjutreten wagte. 2(IS nämlichbie Sheologen ju ^OariS, namentlid) bie Softoren ber Sorbonne,im 5af)re 1521, ein fehr heftiges SScrbammungSurtheil über

*) Loci communea rerum thcologicarum, sive hypotyposestheologicae.