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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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getriebene flach? als aufgeworfene Lippen, lange Arme mit schmalen Hän-den, aber kürzere Beine mit schwachen Waden und Plattfüßen eine durch-aus eigenthümlichc, in manchen dieser Eigenschaften an die Affen mahnendePhysionomic ergeben. Zn dieser Raffe gehören alle afrikanischen Völkersüdlich von der Sahara, welche sich in drei große Familien der Neger,Kaffcrn und Hottentotten thcilcn; aber außerdem noch die weitvon ihnen abgesonderten Papuas oder Küstcnbcwohncr der Inselgruppenim Norden Nenhollands. Die eigentlichen Neger bewohnen Mittelafrika,von Sencgambicn bis nach Nubien, und zerfallen in zahlreiche Völkerschaf-ten mit bald mehr brauner, bald tief schwarzer Hautfarbe. Alle haben dieauffallend schmale Stirn, überhaupt das schmale Gesicht mit der seitlichzusammengedrückten elliptischen Schädelbildung und eben deshalb einenrelativ etwas kleineren Hirnkasten, welche Annahme jedoch Sömmering,der genaue Anatom des Negergehirucs, wieder in Abrede stellt. IhreAugenhöhlen sind groß, aber nicht sehr tief, daher die Augen mehr vor-springen, und ihr Bart ist schwach, wie bei allen Afrikanern. Es ist einerohe, noch ganz ungebildete, von zügelloser Leidenschaft beherrschte Völker-gruppe, diese Negcrwclt; obgleich, seit sie von Aegypten und Nubien auszum Islam bekehrt worden, eine etwas bessere Sitte bei ihr sich geltendgemacht hat. Aber auch in dieser Form gehören die Neger zu den wilde-sten Menschen, bei denen ihr alter religiöser Kultus, der Fetisch dien st,welcher in jedem beliebigen Außcndingc eine finstere und unhcilschwcreMacht anerkennt, in seinen Wirkungen noch nachhallt, oder gar bei man-chen Stämmen sortdaucrt. Von den Europäern seit Jahrhunderten alsSklaven gekauft, hat ein so unmenschlicher Handel nur dazu bcigctragen,das arme Volk in seiner Rohheit zu unterstützen, zumal da auch der Men-schcnmord nicht nur kein Verbrechen in ihren Augen ist, sondern umgekehrtals Sühnopfer für die Gottheit und die Fetische in Masse gefordert wird.So treibt sic ihre religiöse Ansicht von selbst zum Menschenraubc, und dienatürliche Wildheit hat in dem reichen Erwerbe, den das Geraubte ver-spricht, eine desto sicherere Stütze gefunden. Nicht bloß daß Könige, wiesic sich nennen, ihre Untcrthancn feil bieten, selbst die Eltern treiben ihreKinder zu Markte und verkaufen sie für wenige Tuchstreifcn an Sklaven-händler. Jndcß auch über diese Selbstsucht hat der allmächtig fortschreitendeGeist der germanischen Völker endlich gesiegt und die Schmach erkannt,welche vor Allem den Freien trifft, der den Unfreien als Waarc behandelt;statt den Keim der Aufklärung, welcher in allen Menschen gleichmäßigwurzelt, in ihm zu wecken und zu beleben. Die Kaffcrn oder Kafirs