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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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mecres und von ganz Asien bis an das östliche Hochland der Mongolen.In dieser weiten geographischen Verbreitung reihen sich die Farbcnvcrschie-dcnheiten so an einander, daß die rein weißen Nationen ini äußersten Westen,die braunen Stämme im Süd - Osten und Süden überhaupt ansässig sind,während der Ucbcrgang zwischen beiden ziemlich in die Mitte des ganzenLandstriches, also etwa in das Qucllland des Ganges und Indus fällt.Allein diese Angaben gelten nur für die ursprünglichen Bewohner, nichteben so bestimmt für die heutige, durch vielfache Vermischung und Kultur-gradc veränderte Bevölkerung. Beide Momente bewirken Schwankungenin der äußeren Erscheinung eines Volkes, welche immer die zarteren Eigen-thümlichkciten zerstören, die markirten kräftigeren Eigenschaften hcrvor-hcben. Daher mag es kommen, daß blonde Nationen gewöhnlich unterbeiden Einflüssen ihre äußere Gleichheit verlieren, und aus der gelben Haar-farbe in die braune, selbst in die schwarze überspringen; wobei zugleich dieAugen ihre rein blaue Färbung in eine grauliche, bräunliche oder brauneUmtauschen, indessen doch nicht so leicht, wie das Haupthaar sich ändern.Noch langsamer ändert sich die Farbe der Haut, sic ist constanter als jenebeiden Farbcnflächcn, und gicbt uns bessere Aufschlüsse über das ursprüng-liche typische Kolorit eines ganzen Volkes.

Unter solchen Umständen ist cs mißlich, nach der Färbung bestimmteGruppen unter den Kaukasiern scstzusctzcn, vielmehr hat man mit mehrErfolg sprachliche Grundvcrschiedcnheiten dabei berücksichtigt. Nach ihnenlassen sich zuvörderst drei große Familien der Kaukasier aufstellen: cs sinddie Indogermanen, die Semiten, und die Berbern, als dieursprünglichen Bewohner am Mittelmcerc und seiner Nachbarländer. Zuden Jndogcrmancn, welche Prichard vielleicht passender die ira-nische Familie nennt, gehören die Urbewohner Europas, die Ccltcn,Pclasgcr, Germanen und Slaven, nebst den asiatischen Völkernder Meder, Perser und Indier, soweit letztere das Sanskrit re-den, welche Sprache in den Idiomen aller genannten Völker mit ähnlichenTypen wiederkehrt und als Mutter- oder Stammsprachc der Jnboger-manen betrachtet wird"). Die Semitische Familie umfaßt alle Natio-nen zwischen dem persischen Meerbusen und dem rothcn Meere nebst denBewohnern deS Stromgebiets der Flüsse, welche dahin münden; dehnt sichaber druck) die Kolonien der Araber und Phönieier über einen Theil des

> 1 ) Man vcrgl. tcn Artikel: I n d v g c r m anischcrSpra ch sta inm von P v t I,in Ersch'S nnt Grnbcr's allgemeiner Encyclvpädic ll. Scct. Bd. 18 .