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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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lischt Völker bis nach Europa hin, und stoßen hier an die Tschudcn undLappen, welche letztere einige Beobachter ebenfalls noch den Mongolenbeizählen, obgleich ihre Verbindung mit den tartarisch-kaukasischen Völkernrichtiger zu sein scheint. Auf jeden Fall aber findet eine nahe habituelleVerwandtschaft zwischen ihnen und den benachbarten mongolischen Stäm-men statt.

III. Die große Völkcrfamilic, welche Blumcnbach mit dem Namender kaukasischen belegte, zeichnet sich vor allen übrigen durch die reinstenTypen des Menschengeschlechts aus, und wird schon des IlmstandcS wegenvon den Naturforschern, welche die mythische Abstammung von EinemPaare vcrthcidigen, für die Urform des Menschen erklärt. Ovale Schädel-bildung, eine meist hohe gewölbte Stirn, ein abgerundeter Hintcrkopf, großeoffene Augen, eine gerade Nase ohne stark klaffende Flügel, senkrecht gestellteZähne, ein starker Bart beim Manne, ein senkrechtes Kinn, und weicheglatte oder großlockigc Haare bilden, mit dem schönen Ebcnmaaß aller an-deren Körpcrthcile unter sich, die hauptsächlichsten Erkennungszeichen der-selben. Weniger bestimmt ist daneben die Farbe. Zwar tritt bei den rein-sten Typen der Kaukasier eine röthiich weiße Haut auf, allein nur wenigeVölkerschaften behalten sie; bei den vielfach vermischten südlichen Nationendes kaukasischen Stammes, zumal da, wo sich derselbe den Negcrstämmcnnähert, wird die Hautfarbe braun, und selbst so dunkel, daß sic einzelnenNationen der genannten Rasse glcichkommt. Mit dieser Farbe der Hautharmonirt innig die Färbung der Haare und des Augensterns. Rein weißeKaukasier haben blonde oder röthliche Haare mit blauen Augen, bei den in-tensiver gefärbten Völkern stellen sich braune Haare, dam: schwarze Haaremit braunen Augen, zuletzt ebenfalls schwarze Augen ein. Auf dieser Stufeist die Ähnlichkeit mit den Südsccinsulanern oder gewissen äthiopischenVölkern unverkennbar. Eine solche Mannigfaltigkeit darf uns jedoch nichtüberraschen, wenn wir an die früher besprochenen Gesetze der geographischenVerbreitung und ihren Einfluß auf die Organismen denken, mithin berück-sichtigen, daß die kaukasischen Nationen gerade in der Richtung über dieöstliche Halbkugel sich verbreiten, in welcher hier die größten Differenzender Organisation neben einander hcrvortrcten. Denn sie bewohnen denganzen mittleren Theil der östlichen Kontincntalmasse, vom äußersten Westenbis zum äußersten Süd-Osten, und gehen noch auf die angcschlossencngroßen Kontincntalinseln des Sunda - Archipels, selbst weiterhin auf dieaustralische Inselwelt über. Es gehört demnach zu den Kaukasiern dieBevölkerung von ganz Europa, von Afrika im Küstengebiet des Mittel-