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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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beträchtlicher Größe, während die Eskimos eine sehr kleine, eingezogene,nur unterhalb auö der Gcsichtsflächc vorspringende Nase besitzen. Eineselche Nascnform weicht aber so anssallend von der aller anderen Amerikanerab, daß Merten sich genöthigt sieht, die Eskimos ven der amerikanischenRasse auSznscheiden und mit der mengelischen zu verbinden. Der große,nach hinten ziemlich lang auögezogcne, an der Stirn niedrige Kopf, diegreße Breite und Abplattung des Gesichts, die kleinen schwarzen Augen,der kleine runde Mund, die Anlage zur Wohlbeleibtheit, welche den Ameri-kanern durchweg mangelt, und eine weißere Hautfarbe rechtfertigen seineAnnahme, die übrigens ven den amerikanischen Völkerschaften selbst gehegtwird. Daraus ergicbt sich auch zur Genüge, daß die amerikanische Nassenicht auö Asien cingcwandert ist, wie einige Schriftsteller angenommenhaben; die durchgreifende Verschiedenheit, welche zwischen den Mongolenund Amerikanern stattfindct, widerlegt die Annahme hinlänglich, selbstwenn wir auf den Mangel positiver Zeugnisse kein Gewicht legen wollten.Morton hat umständlich dargcthan, daß jene asiatische Einwanderungdurch kein für sic sprechendes Faktum wahrscheinlich gemacht werden könne;. daß vielmehr eine solche Einwanderung höchstens für die Eskimos zu-lässig sei, und daß die Aehnlichkeit im Bari ihrer Sprache mit den ameri-kanischen Idiomen aus späterer Annahme mittelst langjährigen Verkehresberuhen möge. Dagegen ist er geneigt zu glauben, daß die drei eivilisirtcnNationen des mittleren Amerikas, die Mexikaner, Muykas tim heu-tigen Bogota) und Peruaner, zu einer besonderen Familie des großenamerikanischen Stammes gehören, welche er die Toltckanische nennt;daß diese Familie vom untern Missisippi in Meriko cingcwandert und hiergeblieben sei, bis sic ums Jahr 1050 n. Ehr. von dem wilderen Geschlechtder Azteken verdrängt und südwärts gegen Bogota und Quito getriebenwurde, um auch über diese Gegenden bis Peru hinab, eine höhere Gesittungzu verbreiten. Tic Auswanderer waren die Inkas, von denen die Pe-ruaner ihren Kulturzustand herleiten, die als Eroberer daselbst eindrangcn.Ihr Regiment, obgleich streng despotisch, scheint doch milder gewesen zusein, als das der Menschen opfernden Azteken; dafür zeugt die Liebeund aufopfernde Hingebung, mit welcher das Volk am Gcschlcchtc seinerBeherrscher hing, und mit welcher es ihm noch jetzt, nach 300 jährigerKnechtschaft zugethan ist. Mit Ausnahme dieses matten durch die Tol-t eken verbreiteten Lichtes von etwa fünf Jahrhunderten, ist die amerika-nische Rasse in die Nacht der Barbarei versunken geblieben, und hat selbstkeuch den langen Verkehr mit dem gebildeten Europa keinen Aufschwung