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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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jemals auf dm Gedanken gekommen sein, alle Menschen von cinein Paareabzuleiten, wenn nicht die mosaische Schöpfungsgeschichte eS gelehrt hätte ">).Ihr zur Liebe und um die Autorität der heiligem Schrift auch auf solchenGebieten ferner zu bewähren, für welche sie ihrem ganzen Wesen nach nichtals nvrmirend angesehen werden kann; auf die sie auch keinen bestimmen-den Einfluß mehr auSübt, seit der Mensch seinen eigenen, eben so mühsamerworbenen, wie wohl geprüften, wissenschaftlichen Erfahrungen gefolgtist; hat eine Anzahl größtcntheilS nicht sattsam mit den Ergebnissen derNaturwissenschaft bekannter Forscher sich veranlaßt gesehen, den alttesta-mentlichen Mythus zu verthcidigen, und eine darauf gebaute wissenschaft-liche Ansicht vertreten, die sich bei näherem Eingehen auf dieselbe durchausnicht halten läßt. Glauben kann man jene Angabe wohl, aber freilich nichtbegreifen oder wissenschaftlich begründen; so sehr auch ihre Vcrtheidiger,deren Anzahl eben jetzt um so stärker zuuimmt, je entschiedener die Wissen-schaft daö Dogma fallen gelassen hat, mit Versuchen aller Art sich abmühen.Denn welche Wunder, welche seltenen Fügungen des Schicksals gehörtendazu, innerhalb eines Zeitraumes von 4000 Jahren k 006,000,000 Men-schen von einem einzigen Punkte aus, der noch dazu nur ein einzelnes Paartrug °), bevölkern zu lassen; welche Mittel hatten diese Wanderer zur Uebcr-fahrt nach fernen Inseln, zur Verknüpfung so entfernter Punkte, wie daSeine große Festland Amerikas sie fordert? Warum blieben sic nicht hier inden üppigen, gesegneten Fluren derTropenzonc bei einander? warum zogensic vor, sich in die eisigen Regionen der Polarländcr zu begeben?Wo, wenn wir auf die Stimme des Fleisches, wie sie der Leib unS zuruft,nicht hören wollen, wo war der Grund zu einer so vielfach verschiedenen,in den Grundclementen zuin Thcil heterogenen Sprachentwickclung gegeben?worin lag die Ursache, daß eine Nation, die doch früher mit ihren Stamm-älter» dieselbe Sprache redete, später eine ganz andere annahm? Zeigt

8) Ausführlicher Hude ich die Glaubwürdigkeit des Mythus iu einer Anzeige vonSchriften verwandten Inhalts untersucht, welche i» der Allgci». Lit.-Zcit. Jahrg. 1811.I. S. 1171 u.1180 enthalte» ist.Sehr bcachtcnswerth ist übrigens auch, was W. vonHumbvldt über de» Urzustand des Menschengeschlechts gesagt hat; vergl. N. vvnHumboldt'S Kosmos I. S. 381. Selbst Mvrtvn, der die Glaubwürdigkeitder Bibel nicht antasten will, gelangt doch zu dem Resultate,daß die Rassen gleich-zeitig mit der ursprünglichen Zerstreuung unserer Spccics cristirten." Froricp 'S neueNestizen. Bd. 34. S. 181.

6) Die drei Söhne Nvah'S, vv» denen nach der Sündfluth die Erneuerung desMenschengeschlechtes auSgcgangc» sein svll, müsse» aus dem Spiele bleiben; indem eineSündfluth im Sinuc der Bibel geologisch nicht nachweisbar ist.