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Schichtenabsatz, der indessen nur Süßwasscrprodukt sein konnte, veranlaßt.In der That finden sich auch Süßwasserschichten, die jünger sind als dieBraunkohlen, an mehreren benachbarten Orten, z. B. in Böhmen.
Nach dieser Zeit stand Deutschland mit den Alpen, mit dem graniti-schen Plateau des südlichen Frankreichs, und da auch das große PariserBecken bereits entleert worden war, mit den primären Bildungen der Bre-tagne und Normandie in unmittelbarer Verbindung. Die zusammenhän-gende Ländcrmasse des mittleren Europas war in ihren Hauptzügen vor-gcbildet, nur die große deutsche Ebene nördlich von den alten, kurz-, zuvorerwähnten Küsten lag noch unter dem Wasser. Ein beträchtliches Binnen-meer erfüllte dieses Becken zwischen dem Kjölcngebirgc, dem Ural, demKarrkasus, den Karpathen und der Nordküstc des alten Deutschlands; csließ den hier umhcrfluthcnden Gletschern der schwedischen wie finnischenBerge einen weiten Spielraum zum Transport ihrer aufgelagerten Felsstückefrei. Derselbe scheint Jahrhunderte hindurch in ungestörter Ruhe fortge-schritten zu sein, denn die Menge der abgesetzten erratischen Blöcke ist un-geheuer. Damals war es, als Elcphantcn, Hyänen, Löwen, Affen,überhaupt größere Säugcthicre in Menge daS jetzige mittlere Deutschlandbewohnten, damals noch wuchsen Tulpenbäumc und Ahornc neben Lindenrmd Kastanien in unseren Wäldern. Die Katastrophe, welche diese Ge-schöpfe begrub, und deren Ursache vielleicht im Durchbruch des großenvulkanischen Gebietes der Kordillercnkctte bestand, befreite Rußland mit dernorddeutschen Ebene vom Wasser, und gab unseren Gauen ihre heutigenBegrenzungen gegen das Meer. Den Rücktritt dieses Wassers würden wirals die letzte große Nivcauvcrändcrung air der Erdoberfläche zu betrachtenhaben, und nach hergebrachter Weise Diluvium nennen müssen. DieSand-, Thon-, Lehm- und Gcrollinassen, welche auf dem damals vomWasser befreiten Boden zurückbliebcn, sind dieselben Schichten, auf denenwir gegenwärtig noch wandeln, nachdem zahlreiche Organisationen sic mitihren Resten oberflächlich als Dammcrde bekleidet, und mannigfache Süß-wasscrströmc als neuere Flußbetten sie durchfurcht haben. Was die letzte-ren abwuschen und anderSwo ansctztcn, waö daS Meer hcrbeispülte, washeftige Regengüsse entführten, waö hie und da noch abgeschlossene Wasser-becken bei ihrem Durchbruche mit sich fortrissen, das alles gab zu denmannigfachen localen Niederschlägen Veranlassung, in denen wir die Restegegenwärtig lebender Geschöpfe neben einzelnen untergcgangcnen antreffcn,deren Fluthen wir als Ursache der Anspülungen oder Allusionen(S. 282) betrachten. Sic sind Produkte einer geschichtlichen Zeit, oder