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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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die Bildung der Kohlenschichten abschloß, oder die Entstehung des Roth-liegenden cinleitctc. Indessen war durch die massenhafte Bindung dcSKohlenstoffs in den Pflanzen und den dadurch bewirkten größeren Rcich-thuni der Atmosphäre an Sauerstoff die Möglichkeit gegeben, baß Land-rückgratthierc auf den vorhandenen Inseln cristircn konnten, und somit einwesentlicher Fortschritt gemacht, ja eigentlich der erste Keim zur Entstehungdes Menschengeschlechtes eben jetzt gelegt worden. Von diesem Gesichts-punkte auS ist die Zech stein form ation die DurchgangSperiodc in derEntwickelungögeschichte unseres Planeten, in welcher die alte Zeit sich ab-schlicßt und mit der sein Mittelalter beginnt.

Die Periode der Erdbildung, welche wir mit dem letztem Namen be-zeichnen können, umfaßt alle sekundären Schichten von der Trias bis an'SEnde der Kreidezeit. Während derselben ändert sich der Organisationö-charaktcr unseres Planeten nach zwei wesentlichen Richtungen; er verliertseine gleichzeitige spezifische Ncbcrcinstimmung an allen Orten, und entwickeltstatt der früheren größtcntheilS durch Kiemen athmcndcn Rückgratthicrcnicht bloß zahlreiche, durch Lungen athmcndc Vertebraten, sondern zeigt unsauch die ersten Warmblüter, also Säugcthiere und Vögel. Zugleichfinden sich seit dieser Epoche, statt der früheren isolirten und seltenen Süß-wasscrgeschöpfe, ganze Süßwasscrformationcn auf der Erde. Dagegenbehält der Planet sein gleichmäßiger warmes tropisches Klima bei, und er-zeugt eben deshalb in den gemäßigten Breiten durchaus andere Gattungenoder Arten, als wir gegenwärtig daselbst finden. Alles dies ist früher durchausführliche Schilderung der Organismen im 23. Kapitel nachgewicscnworden, weshalb wir jetzt nicht weiter darauf cingehen, sondern uns nurnoch mit einer kurzen Betrachtung der Formänderungen befassen, welche derBoden von Deutschland während der sccundärcn Periode erlitt.

Die wichtigste formelle Verschiedenheit erlangte unser Vaterland durchden Absatz der Triasschichtcn, und namentlich durch das untere Glied des-selben, den bunten Sandstein (S. 239). Durch ihn und seine beidenNachfolger, den Muschelkalk und den weiter verbreiteten Keuped(S, 241), wurden die früher unterschiedenen drei Inseln mit ihren süd-wärts vorgeschobenen Felsenriffen, den Vogesen und dem Schwarzwaldc,auf die Weise zu einer einzigen Insel verbunden, daß sich in den Lückenzwischen ihnen, zumal südwärts, jene drei Mccres-Niederschlägc absctztcn,und beim Rücktritt des Wassers, welcher durch große Massencrhcbungcn anandern Stellen und damit verbundene Einstürzungcn bewirkt wurde, ihreobersten nicht mehr vom Wasser bedeckten Thcilc als neue Strandbildungcn