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Bären- und Hyänenknochen. Nach zwei wohl erhaltenen Unterkiefern,welche ich untersuchen konnte, scheint daS Thier eher ein Tiger als einLöwe gewesen zu sein; allein cS ist mißlich, über so einzelne Körperthcilceine bestimmte Ansicht auszusprcchen. Die Ausdehnung der Nasenbeineund Stirnfortsätzc des Oberkiefers, deren Verhältniß, wie O w e n gezeigthat, beide Arten scharf unterscheidet, würde die sichersten Anhaltcpunktc fürdie Beantwortung der noch schwebenden Frage darbicten. Andere fossileKatzcnknochen kommen eben so wenig häufig vor, wie fossile Hunde; eskann mithin als ein Charakter der Gegenwart angesprochcn werden, diesebeiden Raubthierfvrmcn reichhaltiger dargcstcllt zu haben, während in derjüngsten Periode vor ihr die Bären und die Hyänen die zahlreichsten undmannigfaltigsten Ranbthicrc waren. Noch sparsamer scheinen sic in dertertiären Epoche vertreten gewesen zu sein, damals aber mehrere eigcnthüm-lichc, ihnen nahe verwandte Gattungen cristirt zu haben. Eine der merk-würdigsten möchte der Nsolmermlus sein, wegen der auffallend langen,scharfkantigen, sein gekerbten Schneidezähnc, wclchc ihn von allen lebendenNaubthicrcn unterscheiden, aber habituell den Katzen zunächst stellen. —Insektivoren, gegenwärtig durch Igel, Spitzmäuse und Maulwurf beiuns vertreten, gingen der präadamitischcn Zcit nicht ab; man hat ihre Restegefunden, aber nur sparsam, weil diese kleinen Geschöpfe zu zart gebautsind, um in Masse fossil zu erscheinen. — Dasselbe gilt von den Fleder-mäusen, ihre Knochen, schon im Pariser GypS entdeckt, fehlen in denjüngeren Schichten nicht ganz, sind aber selten. — Lange glaubte man dieAnwesenheit der Assen in der Gegenwart für einen eben so sichern Orga-nisationöcharakter derselben halten zu können, wie das erste Auftreten desMenschengeschlechtes in ihr, allein die neueste Zeit hat diese trügerische An-sicht zerstört; wir sind jetzt im Besitz entschieden fossiler Afsenknochcn, undmüssen also auch diese merkwürdige Thicrform der präadamitischen Periodeals Eigenthum zucrkcnncn. Affen scheinen jedoch nicht bloß, wie jetzt, aufdie südlicheren Gegenden beschränkt gewesen zu sein, sondern in gleicherVerbreitung mit den vorweltlichcn Elephanten, Nashörnern, Giraffen, Löwenoder Tigern und Hyänen, über das ganze mittlere Europa sich ausgedehntzu haben. Die ersten Reste fand man am Fuße des Himalaya in derSiwalik-Kcttc, darauf andere im Departement du Gers des südlichen Frank-reichs, später auch in England einen Unterkiefer i«); die jüngsten entdeckte
16) Bergt. I.. Uorlin, s xonor. Iiurod. Io llio not. lost, nt .Uiimmit. onim. 386.I.und. 184l. 8.
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