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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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merkwürdig schmcilcn Fläche des Kieferknochens (oe) sitzen; denn keine lebendeEidechse hat inehr als 25 Kieferzähnc an jeder Seite, und die meisten habenweniger. Sieht inan aber vollends das unmittelbar an den Kieferknochenstoßende Gaumbein (bl>) an, so weiß man in der That nicht, welche seinerverschiedenen Eigenschaften die sonderbarste ist, so cigenthümlich erscheint cs.Bei allen Eidechsen, auch bei den Krokodilen, besteht die knöcherne Gaumcn-dcckc aus mehreren Knochen, von denen zwei, daö vordere Gaumenbein (ospglatinum) und das Hintere Flügclbein (08 ptor^oilleum), immer vorhan-den zu sein scheinen. Eine solche Trennung findet sich bei 'I'rmuMosininmnicht; seine Gaumendcckc enthält nur einen Knochen an jeder Seite. Ebendieser große Knochen ist seiner ganzen Länge nach mit Zähnen besetzt, vornmit sehr großen kegelförmigen, deren Größe bis gegen die Gaumlöcherwächst, dann aber so schnell abnimmt, daß die hintersten kleinsten denKicfcr-zähnen noch nachstchen. Im Ban dieser großen Gaumenzähne zeigen nundie Labyrinthodonten eine ihrer hauptsächlichsten Eigenschaften. Tie Zähnesind wurzellos und sitzen mit ihrer flachen Basis in einer leichten Vertiefungdes Knochens so fest, daß sie nur selten an ihrer wahren Grenze abbrcchen,sondern gewöhnlich ein Stück des Gaumcnknochens mit hcrauSreißcn, wodenn statt des Zahnes ein Loch im Knochen bemerkt wird. Untersucht mansic schärfer, so zeigt sich ihre Oberfläche bis nahe an die Spitze hinauf ge-streift (Fig. 5) und ihr Inneres hohl (Fig. 6), von einer dicken Wand um-geben. Diese Wand ist in wellenförmige Falten gelegt und enthält nochschmale Lücken, welche die sonderbar labyrinthisch gewundenen Blätter derZahnsubstanz (elontiim) von einander trennen (Figur 8). Die Zahnsubstanzbesteht, wie gewöhnlich, aus kalkigen Röhren, welche senkrecht neben einan-der stehen und durch die Lücke im Innern jedes Blattes, wohin sic münden,mit der centralen Zahnhöhle zusammenhängen. Alle Details der Bildungzu erläutern, erlaubte mein Holzschnitt nicht; wirschen daher in Figur 8nur die ganzen gewundenen Blätter der Dentinc mit ihrer inneren offenenHöhlung, aber die davon ausgehenden senkrechten Kanälchen, welche dieWände der Zahnsubstanz durchdrungen, sind nicht mehr angegeben. Eben sowenig konnte das von außen zwischen die Windungen der Dentinc cindrin-gendc Ccment gezeichnet werden. Zähne von ähnlicher Bildung hat keinanderes Amphibium; erst unter den Fischen trifft man bei den Coelacan-thinen aus Zahnbildungen, die äußerlich ganz und im Innern sehr denender Labyrinthodonten ähneln; von Amphibienzähnen kommen die Jchthyo-saurcn ihnen am nächsten, aber schon gleich die lange hohle Wurzel, welchebei dcn Labyriuthodouten vermißt wird, unterscheidet sic hinlänglich. Solche