Druckschrift 
Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
Seite
472
Einzelbild herunterladen
 

472

besetzt; sic bilden zusammengclcgt einen schlanken Kegel (.7) und breitetensich zu einem schönen, regelmäßigen, zchnstrahligen Stern aus. Von Ilm-Kknmd'inus kennt man nur den aus vier oder fünf Basalplattcn gebildetenKelch, welcher von einem kurzen Stiel getragen wurde; ob Radiale vor-handen waren und wie die Arme aussahcn, ist zur Zeit noch nicht ermittelt.Die un gestielten, allseitig beweglichen Crinoidccn mit Ranken am Kelcherscheinen hier zuerst und zwar in zwei sehr verschiedenen Gattungen: als8olgiioeeinu8 (ll) und als Oonmliila (auch Oeeacnomos oder ^lecto ge-nannt). Die erstere kann als ein gegliederter Haarstern betrachtet werde»,dessen Kelch statt des Stieles von einem einfachen, basalen, öfters ziemlichlangen Knopf getragen wurde, worauf grubige Vertiefungen, in denen diegegliederten Ranken befestigt waren, sich bemerkbar machen. An diesenKnopf stoßen die fünf kleinen Beckcnstückc und mit diesen alternircnd fünfgroße Parabasen. Das ist alles, was man von Sol-moei-mus weiß. Seinebekannten Arten gehören ausschließlich dem Jura an, die abgebildetc (Fig.3,8. scrcllüculiitus) ist durch die Länge ihres Kopfes ausgezeichnet, lloma-t»I» hat statt des Knopfes eine flachere Scheibe, welche die Ranken trägt,und woran unmittelbar die Radialen stoßen, so daß der Knopf die StelledeS Beckens mit vertritt. Jeder Arm spaltet sich in zwei Acste, und jederAst trägt zwei Reihen fiedcrförmige Ranken. Mehrere lebende Arten dieserGattung bevölkern die wärmeren Meere der Erde; andere fossile kennt manaus dem Jura, der Kreide und der tertiären Zeit. Aber ausschließlich imoberen Jura, dem lithographischen Schiefer, findet sich der ungcsticltc Haar-stcrn ohne Ranken, die Gattung 8sococom3 (4). Ein kugelförmiger, vonfünf gewölbten Rippen überspannter Kelch trägt am Ende der Rippen,neben der wahrscheinlich aus einer weichen Haut gebildeten oberen Fläche,fünf mit zwei Radialen beginnende und dann gabclig gcthcilte Arme, derenauffallend lange dünne Glieder an ihrem Ende mit zwei sehr feinen, faden-förmigen Ranken versehen sind. Wenigstens bei einer Art (8. lonella)setzen sich diese Ranken bis auf die Rippen des Kelches fort, bei der anderen(8. smotümta, Fig. 4) scheinen sic hier zu fehlen. Das waren also die fin-den Jura so bezeichnenden Crinoideen, viel weniger eignen sich dazu seineAsteroideen und Echinoibccn. S e e st e r n e sind überhaupt im Jura selten,man kennt einige ^stm-iae und Oplnurao aus dem Lias und lithographischenSchiefer; aber Seeigel finden sich schon in allen heutigen Hauptsormcn,thcils völlig regulär (tlickmis, kclnnus), thcils mit crcentrischem Aster (6a-lorites, IXuclooütks), thcils endlich wahrhaft symmetrisch (8pgtgng8).In der Kreide erreicht die zuletzt erwähnte Grupvc der Echinoidccn,