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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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schnecke aus der ältesten Zeit wird die sonderbare Form des plourodii l^»mangesehen.

Von größter Wichtigkeit für die Bestimmung des zoologischen Cha-rakters dieser Periode ist ihr ungemeiner Reichthum an Brachiopoden.In keinem anderen Zeitraum der Erde hat diese Gruppe der Molluskenso viele verschiedene Gattungen hcrvorgcbracht, als in der primären Epoche.Neben noch jetzt vorhandenen, aber freilich nur sparsam vertretenen Formen,wie l'erelu'gtulg , laug»!-», Orbieula und Lrgnir, , erscheinen andere, derheutigen Zeit völlig fremde Gestalten, wie Oideoola, iZpiriler, Oi-tliis undproduetus, von denen einige nur ganz bestimmten Schichten, z. B. O-d-eaola den Devonischen, oder produetus dem Kohlcngcbirge, zumal demBergkalk, angchören; während andere, wie 8s,irikor und Ortlus. durchmehrere Glieder hindurchgehen. Letztere nehmen gewöhnlich an Artcnzahlmit der Reihenfolge der Formationen ab; die den jüngeren Formationengebliebenen Formen dagegen, wie 'llerobrstula und Orania. vermehrensich in ihnen sichtbar, und erreichen ihr Marimum thcils in Juragcbilden,thcilö erst in der Kreide. Für die gegenwärtige Zeit läßt sich daS vonkeiner einzigen Gattung behaupten, alle lebenden Brachiopoden sind arman Arten. Wollen wir in ihre generellen Unterschiede näher entgehen,so wird es zweckmäßig sein, unsere Betrachtung auf die Schaalen zu be-schränken, weil der Bau des Thieres nur an einigen lebenden studirt werdenkann. Gewöhnlich sind beide Schaalen, deren allgemeine Charaktere schonfrüher (S. 876> besprochen wurden, ungleich gestaltete, d. h. die eine,in normaler Stellung obere ist stärker gewölbt als die andere, unter e.Davon inacht nur die geologisch in so fern interessante Gattung läugul.-,eine Ausnahme, als sie eins der wenigen Thicrc ist, welche zugleich inder ältesten und in der gegenwärtigen Epoche Vorkommen. Die Brachio-poden mit ungleicher.Schaalc haben entweder eine konstante Ocff-nung in derselben, welche meistens (nicht bei Orllicu!-,) im Buckel dermehr gewölbten Hälfte sich befindet (bei l'eroluiitula, Ooltbvris), und zumDurchgänge des häutigen Stieles dient, mit dem sic festsitzen; oder dieOcffnung fehlt, wie bei O-rania, Oidcoola und produetus (lmglaona,Nrochmrienm). Allein nicht hiervon, sondern von der Form des Schlosses,möchte die Gruppirung schicklicher ausgehen. Das Schloß, in dem beideSchaalenhälsten an einander stoßen, befindet sich stets in der Nähe desLoches für den Stiel, und bildet theilS eine nur kleine Stelle des allermeistfortlaufend gekrümmten Schaalenumsanges, thcils eine gerade, von demübrigen Schaalenumfange scharf abgcsetzte Linie. Alle Brachiopoden dieser