448
des von zahlreiche» kleine» Asseln umgebenen Mundrohrs, dem gegenüber sichder Stiel an die drei basalen Asseln (o) anhestete. Im Ganzen sind 15 Platten,die in vier Reihen von unten nach oben neben einander liegen, bemerkbar.Die Gattung 8;>oac^lit,^ (s. kldüuospluieriles) ist nicht mehr kugeligoder regulär kolbig gestaltet, wie 6--n zoovstites bisweilen, sondern unregel-mäßig knollig: wegen der selbstständig gewölbten, in radialen Reihen quer-gestreiften Asseln; auch fehlt ihr ein äußerlich sichtbarer Aster, während derMund eine Stcrnform zeigt. Sic wäre wohl die sonderbarste Form unterallen Crinoideen, wenn nicht poutatri-mito^ (Fig. 8), der am besten be-kannte Blastoidc, ihre Sonderbarkeit noch überbötc. Ein drehrunder,in der Mitte hohler Stiel trägt einen tulpcnförmigen Kelch, dessen Basisaus drei Platten wie bei (ll-zgitocriiütes besteht. Daran schließt sich einedoppelte Reihe von Tafeln, die fünf längliche Lücken zwischen sich lassen,um den fünf, mit je zwei Rankcnrcihen besetzten, Ambulakral-PlattcnrcihcnRaum zu geben. Die Ranken stehen auf kleinen Plättchen am erhabenenScitenrande der Ambulakra über Poren, sind durch Querfurchen verbun-den und letztere von einer LängSfurchc nochmals hälftig gctheilt. ImMittelpunkt der Ambulakra liegt oben auf dem Scheitel der fünfstrahligeMund, neben dein noch fünf runde Löcher, wahrscheinlich Genitalienöffnun-gcn, und ein erecntrischcr Aster sichtbar werden. Man kennt von diesereigcnthümlichen, die formellen Charaktere der Crinoideen und Echinoideenin sich vereinenden Gattung mehrere Arten aus dem UebcrgangS- undKohlengebirgc Europas wie Nordamerikas. — Die g ea rm t en Crinoi-decn mit getäfeltem Kelch sichen auf langen, gewöhnlich runden, seltenerfünfkantigen, etwas dickeren Stielen, und beginnen, gleich den vorigen,unmittelbar über dein Stiel mit drei, vier oder fünf Basalplattcn (ch-walm),welche man das Becke n (,»>IvW) des Kelches genannt hat. Darair stoßengewöhnlich fünf oder sechs größere Platten (psrolmsglüi) , denen in derRegel »och eine oder mehrere, die Arme tragende Tafelrcihen (>:ulii>-!»>) folgen. Der Mund (-') liegt meistens dem Becken gegenüber im Mittel-punkt der Oberfläche; bisweilen (z. B. bei .äetinocrinu«, Fig. 5, o, undNeloorinus, Fig. 8) ist er auf die Seite geschoben, rückt aber nie unterdie Arme hinab. Auch der After ist in der Nähe des Mundes zu suchen,wenn nicht gar in den Mundraub mit ausgenommen, also äußerlich un-sichtbar ; aber die Genitalienöffnung fehlt allen gearmten Crinoideen amKelch, weil ihre Geschlechtsorgane an den Armen und nicht in der Rumpf-höhle sich befinden. Die Arme sind wie der Stiel gebaut, d. h. aus Kalk-stückcn, die eine weiche elastische Zwischenlagc verbindet, zusammengesetzt.