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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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Erstcrc nennt man getäfelte Crinoidcen (Lrinoickoa tessollut»), letz-tere gegliederte (Lr. a, ticulLtu). Sämmtlichc Crinoidecn der ältestenErdperiodc sind getäfelte, kein einziger gegliederter findet sich tiefer als imMuschelkalk; dagegen reichen die getäfelten mit Stiel nicht höher hinauf,als bis zum Zcchstein, und verschwinden seit der Zeit gänzlich von der Erd-oberfläche, während die gegliederten bis zur Gegenwart sich erhalten haben.An die Stelle der getäfelten Crinoidecn treten in den späteren Perioden derErde die ebenfalls getäfelten Echinoidecn, obgleich deren erstes Erschei-nen schon bis in die Zeit der Steinkohlen hinabrcicht, und ein sonder-barer Vorläufer, ein gestielter, mit kurzen Ranken neben scheinbaren Am-bulakren (S. 374) versehener Haarstern < lwnwwomiws), ihren Typus ineiner noch älteren Formation andcutet, während ein ungesticltcr getäfelterHaarstcrn (Mrs UPI tos) in der Kreide wieberkehrt. Merkwürdig bleibt csübrigens, daß die getäfelten Crinoidcen, so lange noch Echinoidecn nebenihnen fehlen, in zwei sehr natürliche Unterabthcilungen, in die armlosenund gcarmten zerfallen, seit dem Erscheinen der stets armlosen Echinoi-decn aber die armlosen Crinoidcen verschwinden und fortan von den arm-losen Echinoidecn -vertreten werden. Jene armlosen Crinoidcen wären alsodie ersten Vorbilder der Echinoidecn; sie mögen, als die cigcnthümlichstcnaller Radialen, uns zuvörderst beschäftigen.

Man muß zwei Gruppen armloser Crinoidcen annehmen: die Cysti-bccn und die Blastoidecn. Cystidccn, deren Zahl nicht groß ist,kennt man nur aus Grauwackengliedcrn Schwedens und Rußlands. Essind gestielte Crinoidcen ohne Arme, mit mehr oder weniger kugelförmigemKörper, der von einer Menge polyedrischer Täfelchen gebildet wird und da-zwischen drei Oeffnungen frei läßt. Die eine liegt stets im Mittelpunktder Oberseite, dem Stiele gegenüber, und ist der Mund; die andere, derAfter, liegt nicht weit davon, ercentrisch und fehlt bisweilen; die dritteliegt dem Umfange näher, doch nicht unter der Mitte, fehlt nie und hathäufig fünf besondere, zu einer Pyramide vereinte dreiseitige Täfelchen,welche sie bedecken, selbst aber an ihren Spitzen durchbohrt sind; das wer-den die Gcnitalienö ffn ungc n sein. Von den fünf Gattungen, dieL. v. Buch in seiner schönen Bearbeitung der Cystideen annimmtZ, zeigt8p>i36ro,ütes die reinste Kugelform und die meisten, eben deshalb sehr kleinen

3) Abhandl. dcr königl. Akademie der Wissenschaften zuBerli» aus dem Jahre 1844.Physikalische Klaffe. 4.