bloß vom und hinten offenen Panzer. Unter ihnen trifft man auch einigeausschließliche Pflanzenfresser, alle anderen Amphibien leben nur von thie-rischer Nahrung. —
Die allgemeinen Eigenschaften der Vögel (.^vos), mit denen wir dasReich der warmblütigen Nückgratthiere beginnen, sind zu augenfällig, alsdaß ich nöthig hätte, bei ihnen lange zu verweilen. Eine von ästigenHorngebilden oder Federn bekleidete Haut, Kiefer mit Hornüberzügen,wie bei den Schildkröten, zu Flügeln umgeformte vordere Ertremitäten,bloß mit den Zehen austretende Hintere und die daraus hervorgehende ge-neigte Stellung der Wirbelsäule, gehören zu den wesentlichsten Eigen-schaften der Vögel. Versteckter ist die Verbreitung häutiger Röhren in dieKnochen, welche von der Nase und Lunge aus Luft in dieselben führen unddadurch den Vogelkörper so leicht machen. Durch diesen pneumatischen,mitunter bis in das Zellgewebe der Haut sich erstreckenden Apparat sind dieVögel überall, oder doch größtentheils, in ihrem Inneren mit Luft versehen.Sie haben ferner eine runde Kloakenöffnung, in der Regel bloß einett (denlinken) Eierstock, keine Scheidewand zwischen Brust- und Bauchhöhle, keineZähne, keine Ohrmuscheln, aber stets Augenlider, sogar ein drittes inner-stes, die Nickhaut. Zu den wichtigsten Eigenheiten des Skelets gehö-ren : der bewegliche Paukenknochen, welcher auch den Fischen und vielenAmphibien zukommt; der einfache Gelenkkopf am Hinterhaupt; das breite,in der Regel mit einein Kamm versehene Brustbein; daS offene Decken:Verhältnisse, von denen nur der Strauß eine Ausnahme inacht; die innigverwachsenen Rückenwirbel und die durch Gelenkung verbundenen coneav-converen Halswirbel. Die Vordergliedmaßen haben immer drei Zehen,die Hinteren beim Strauß allein zwei, bei mehreren anderen Vögeln drei,gewöhnlich aber vier, von denen drei nach vorn und eine nach hinten, seltnerzwei nach vorn und zwei nach hinten gewendet sind. Alle Vögel besitzenNägel am Ende der Zehen. Wenige kalkschaalige Eier, welche bebrütetwerden, zeichnen auch in dieser Organisationssphäre die Vögel aus. Nachder Art und Weise, wie sie das Ei verlassen und aufwachsen, theilt man siewohl am besten ein. Die Nestflüchter haben ein haariges Nestkleidund gleich nach der Geburt offene Augen; sie können allein fressen, wennauch nicht immer, wegen der hohen Lage, das Nest sofort verlassen.Schwimmvögel, Sumpfvögel, beide durch nackte Unterschenkel und dieEigenschaft, ihre Beine beim Fluge nach hinten zu strecken, ausgezeichnet,gehören hieher; dann die Strauße und Kasuare, denen die Schwung-federn im Flügel und damit daS Flugvermögen mangelt, endlich die