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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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daß sich Harlptgruppcn darnach nicht bestimmen lassen. Man suchte des-halb nach anderen EintheilungSmomcntcn, und Agassiz fiel zuletzt aufdie Schuppen, mit denen die Oberfläche der Fische, einzelne Ausnahmen,wie z. B. bei den Welsen, abgerechnet, bedeckt zu sein pflegt. Die Schup-pen sind Knochen, welche in Taschen der Oberhaut stecken und dadurch fest-gehalten werden, jedoch häufig mit ihren scharfen Spitzen und Rändern dieHaut der Tasche burchschneidcn, und dann nackt hcrvorragen. Nach derForm dieser Schuppen und ihren Beziehungen zur Haut setzt der genannte,um die Kcnntniß fossiler Fische zumal höchst verdiente Naturforscher fol-gende vier Gruppen fest: 1. ?Ii>cuickos, die Hautknochcn bilden ungleicheunzusammenhängende Haufen verschieden gestalteter Körper, die mehr oder-weniger stachelartig sich zu erheben pflegen und oft von sehr geringer Größesind. 2. <l-ms>i,I.;s, die Schuppen sind regelmäßige viereckige Platten,welche aus abwechselnden Horn- und Knochenlagcn bestehen und einencmailartigen Ueberzug haben; sie sind hart wie die Zähne, denen sie auchim Bau gleichen. 3. lltonoickos, die gleichförmigen Schuppen bestehenaus übereinander liegenden Knochcnplattcn, deren Hinterer freier Randkammartig gekerbt ist; die neu entstehenden unteren Platten ragen über diefrüheren mit ihren Rändern hervor. 4. t^oloickos, Schuppen von demBau der vorigen ohne gekerbten Rand, mit verschiedenen Skulpturen aufder Oberfläche. Bei dieser Einthcilung wird natürlich die Skclctbildungnicht berücksichtigt, und Knorpelfische erscheinen neben Knochenfischen, wiees ihre Schuppenbildung fordert. Der Umstand zeugt gegen die An-wendbarkeit der Schuppen als obersten Einthcilungsgrundcs einer natur-gemäßen Anordnung, und erlaubt es nicht, sic anders als bei der Bildunguntergeordneter Abthcilungen in Anwendung zu bringen. Ein Fundamcn-talcharaktcr zur Scheidung der Fischfamilicn blieb also noch zu suchen,scheint aber jetzt durch Müller im Bau des Artcriensticls am Herzen er-mittelt zu sein. Aus der fleischigen Herzkammer aller Fische entspringtnach vorn eine Arterie, welche das Blut in die Kiemen führt, und an ihremAnfänge nnmittclbar vor der Herzkammer mehr oder weniger erweitert ist.Wegen des allermeist zwicbclförmigcn Ansehens der Erweiterung hat mansic Aortcnzwicbel (Imlbus aorUm) genannt. Alle ächten Knochen-fische haben einen solchen zwicbelförmigen Aortcnsticl, dessen dicke Wandaus elastischen Fasern besteht, und dessen innere Höhle durch zwei großeKlappen vom Raum der Herzkammer gesondert wird. Die ächten Knor-pelfische besitzen dagegen einen länglich kegelförmigenArtcricnstiel mit mus-kulösen Fasern in seiner Wandung und mehreren Klappenrcihen auf der