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kr hinten, am entgegengesetzten Ende. Zwischen beiden läuft ein einfacherNahrungskanal gradlinig durch alle Ringe; bei mangelndem After dagegenbildet er einen zweischenkeligen gabeligcn Darm, der oft Scitenäste abgiebt,und hinten geschlossen < blind) ist. Sobald der Darmkanal deutlich sich ent-wickelt hat, erscheinen auch Blutgefäße und Nerven, erstcrc als Längskanäle,die den Darmkanal zwischen sich fassen, und in jedem Ringe, oder in ge-wissen nach gleichen Zwischenräumen, Aeste ausschickcn; letztere als eindoppelter, am Bauch unter allen Eingcweidcn verlaufender Strang, der injedem Ringe einen Knoten (gi,n»Iion) bildet, und von diesem seine Fädenentsendet. Ein Hauptknotcn über dem Schlunde gicbt Fäden zu Tastern,Fühlern und Augen her; Organe, die auf dieser Entwickelungsstufe schonnicht mehr fehlen. Dagegen vermißt man lange Zeit besondere Respira-tivnSorgane, indem die äußere weiche Haut ihre Stelle vertritt; später er-scheinen sie, theilS als äußere, thcils als innere, die paarig von den Seitendes Körpers auszugehen pflegen. Fortpflanzungsvrgane finden sich mitwenigen Ausnahmen, und zwar immer beide, männliche wie weibliche; an-fangs in demselben Individuum, später getrennt. Das sind die allgemein-sten Grundvcrhältnisse, von denen die Organisation der Gliederthiere aus-geht, wenn es gleich viele Mitglieder dieser großen Gruppe giebt, welchesich noch nickt im völligen Besitz aller genannten Organe befinden.
Aus so einfacher Grundlage eine formelle Mannigfaltigkeit abzuleiten,die größer sein sollte als der Formengehalt irgend einer anderen Abtheilungvon Naturkörpern, war eine Aufgabe, zu deren Lösung der gewöhnlicheModificationsgang nicht ausrcichtc. Daher begegnen wir bald mehrerengleichzeitig in Anwendung gebrachten Modifieativnsmomcnten, welche durchdas früher (S. 36-1) angegebene Uebcrgrcifen der Differenzen einen höckstallmäligen EntwickelungSgang in der Reihe der Gliederthiere bewirken unddie scharfen Distinctionen der Gruppen erschweren, wenn nicht gar unmög-lich machen. Dreierlei Bedingungen scheinen diesen Entwickelungsganggleichzeitig zu beherrschen; zunächst die Ableitung hetcronomer Formen mitkonstantem Numerus aus der Homonomen unendlichen Grundform, danndas Anpassen des gegebenen Typus an die verschiedenen Hauptunterschiedcder Medien, endlich die schmarotzende Lebensweise oder der Parasitismus.Jedes dieser drei Momente bedingt eine cigenthümliche Modifikation undbewirkt dadurch, daß sich die einzelnen Bedingungen auf verschiedenen Ent-wickelungsstufen wiederholen, einen etwas verwickelten Gang in der all-mäligcn Ausbildung des ganzen Typus bis zu seiner höcksten Vollendung.— Die drei genannten Modificationsbcdingungen fallen übrigens bei den