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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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sich. In der Regel sind cs die Ccntra der Empfindlings- und Ernährungs-organe, welche eine so große Bedeutung auf die Existenz des Individuumsauöüben, und nicht ohne Nachthcil beeinträchtigt werden können; währenddie Bewegungs- und Fortpflanzungsorganc nie gleich wichtige Rollen imHaushalte des Individuums spielen, daher ihre Verletzung nur dann letalwird, wenn zugleich wichtige Theile der Ernährungs - und Empfindungs-organc mit betroffen wurden. Kleinere Verletzungen gleicht übrigens dieproducirende Kraft des Lebens durch den periodischen Stoffwechsel in allenOrganen wieder aus, allein größere Verluste können nur von unvollkomme-nen Geschöpfen an einzelnen, zumal an Bewegungsorganen, wieder hcrgc-stellt werden.

Wir sind nach diesen Bemerkungen über die formellen, materiellen undfunktionellen Unterschiede des Thier- und Pflanzenreiches zur näheren Un-tersuchung derjenigen formellen Verschiedenheiten vorbereitet, welche inner-halb eines jeden von beiden Neichen wirklich sich findeil, und können daherdie Betrachtung der systematischen Anordnung beginnen. In ihr erkennenwir die wirklichen Unterschiede der Organismen in einer Folge, wie sic dieNatur uns selbst vorlcgt, während jene früheren Betrachtungen uns bloß dieMethode angabcn, welche bei Darstellung der Mannigfaltigkeit befolgt ist.Denn cs scheint, außer diesem Grundmomcnt der Differenzirung, immernoch ein zweites Moment auf die wirklichen Formen der Organismen seinenEinfluß ausgcübt und wesentlich zur Annahme der jedesmaligen bestimmtenForm bcigctragen zu haben. Dieses Moment liegt in der Umgebung dereinzelnen Naturkörper bei ihrem ersten Entstehen, und verhält sich wie einStempel, durch dessen cigenthümlichc Einwirkungen seiner bis dahin allge-mein typischen Idee ein bestimmter Charakter aufgedrückt wurde. Klima,Boden, Fcuchtigkcitögrade der Atmosphäre, Lebensweise, Nahrungsmittelsind solche Agenten, deren Einfluß hinreichend aus den abweichenden Formenderjenigen Organismen erkannt werden kann, welche, gleich dem menschli-chen, allen Mannigfaltigkeiten derselben auögcsctzt sind. Wenn demnach derTypus oder der Grundgedanke auch in den verschiedenen Menschcnformenderselbe ist, so erscheinen uns die Völker der Erde doch eben dieser Einflüssewegen höchst ungleich, und beweisen unumstößlich die Macht der Verhält-nisse über den idealen Grundriß, der in allen gleichmäßig enthalten ist. Jeallgemeiner dieser Grundriß gefaßt wurde, je weniger Bestimmungsstückcihn zusammensctzcn, um so größer ist die Freiheit der Modification durchäußere Agenten, und darum konnte der höchst concrcte menschliche Typusnur in einigen unwesentlichen Momenten, wie in der Größe, Farbe und