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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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daS die Form bedingende Moment, sondern vielmehr umgekehrt die Formdes Organismus ist das Wesentliche, dem die materielle Grundlage unter-geordnet wurde. Daher bestehen alle organischen Naturkörper, was ihrewesentlichen Grundstoffe betrifft, aus denselben Elcmentcn, aus Sauer-stoff, Wasserstoff, Kohlenstoff uud Stickstoff, und wenn gleichfrüherhin allgemein das Fehlen des Stickstoffs in den Pflanzen und seinVorwicgen im Thierkörpcr als materieller Unterschied beider Organismenangesehen wurde, so hat sich doch die Gegenwart vom Irrigen dieser Lehreüberzeugt und erkannt, daß die Pflanzen in viele organische Produkte ebenso gut Stickstoff aufuehmcn, wie umgekehrt in den Thicrcn mancherlei Ma-terien ohne Stickstoffgchalt angctroffcn werden. Diese Stoffe bilden überalldie Grundlage der organisirtcn, durch die bereits ausgesprochene Zellen-bildung hindurchgegangenen Materie, indem sich dieselbe zunächst immerzu eigcnthümlichcn klaren, homogenen Häuten gestaltet, welche das Ver-mögen besitzen, Flüssigkeiten und die in ihnen aufgelösten Materien durchsich hindurchdringen zu lassen, ohne selbst an irgend einer Stelle mit wirk-lichen Oeffnungcn oder Poren versehen zu sein. Auf diese Eigenschaftaller organischen Häute oder Membranen gründet sich der Ernährungs-proecß der organischen Körper, ein Proccß, ohne den die vorgcschriebcnefortgesetzte Umänderung der Materie im Organismus unmöglich untre, daer allein die Mischung und Entmischung der Stoffe, den Stoffwechsel,bewirkt. Wir können daher, was die Beziehungen der Materie zur Formim Organismus betrifft, mit Fug behaupten, daß letztere die crstcre sichdienstbar gemacht habe, indem sic sie beherrscht und zwingt, die eoncrctcGestalt jedes einzelnen Organismus anzunchmen, während umgekehrtin der anorganischen Natur die jedesmalige materielle Mischung die con-cretc Gestalt erst hervorruft und verändert, sobald die Mischung eine an-dere wird.

Wie wichtig und bedeutungsvoll die Unterschiede sein müssen, wirdjedem meiner Leser sogleich cinlcuchten; er wird hiernach gern den organi-schen Naturkörpcrn einen höheren Werth als selbstständigeren Wesen cin-räumen, und schon aus diesen Beziehungen erkennen, warum sic entschiedenspäter als die Anorganismcn entstanden.

Das Vermögen der Organismen, die cigenthümlichcn Beziehungen,in denen die materiellen Grundstoffe zu einander stehen Beziehungen,welche der Chemiker durch das Wort Affinität auszudrücken pflegt,beherrschen zu können, ist die eine Seite derjenigen Eigenschaften, welchewir mit dem Worte Leben bezeichnen und für welche wir die Lebenskraft

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