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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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auS der ganzen typischen') Nebcreinstiimnung dieser Organismen mit denheutigen auf analoge Verhältnisse in damaliger Zeit und auf ein Festhal-ten an denselben ursprünglichen, für alle organischen Wesen ausgestelltenIdeen.

Untersuchen nur diese Ideen oder typischen Grundgedanken zunächstim Allgemeinen, so finden wir in der organischen Natur, wie in der anor-ganischen, eine gewisse, jedem verschiedenen Dinge eigenthümliche, concreteForint als äußere Bestimmung seiner Individualität oder Persönlichkeit.Lolche Formen sind aber keine willkürlich auSgedachtcn Gestalten, sondernAbleitungen einer oder mehrerer Urformen, welche sich jedesmal als genauemathematische Schemata darstcllen und durch Zahlenwerthc bestimmen lassen.Dieser Charakter ist für alle räumlich isolirten selbstständigen Individuali-täten, welche wir Naturkörpcr zu nennen pflegen, derselbe, zugleich aberauch das einzige formelle Merkmal, welches sämmtlichc Naturkörper miteinander gemein haben. Seine fernere Bestimmung ergicbt sofort den Un-terschied, welcher zwischen den Formen der a norg a n ische n und orga-nischen Naturkörpcr stattfindct. Elftere, die anorganischen, sindnämlich nicht bloß dem Typus oder dem Schema nach mathematische For-

1) Man bezeichnet in der Naturgeschichte mit dem Ausdruck Typus die ideelleForm, welche jeder bestimmten (concrete») Gestalt zu Grunde liegt; für sich allein alsonicht eristirt, sondern ein bloßer Begriff ist. Vogcltypus würde die Idee sei», nachwelcher jeder Vogel gebaut ist; ei» Sperling aber cine concrete Ausführung mit den be-sonderen Eigcnthümlichkcitcn, welche ihn ovn anderen Bügeln unterscheiden.

2) Die Form ist für jedweden Naturkörpcr nicht bloß die wesentliche Bedingungseiner Existenz, insofern derselbe erst dadurch, daß er eine bestimmte Form anniinmt, wirk-lich in die Erscheinung tritt, zur eristirenden Wahrheit wird; sondern sie ist auchdas allein Vergängliche und Zerstörbare au ihm. Hört ein Naturkörpcr auf zusein, stirbt eine Pflanze oder ein Thier, so verschwindet nur dies besondere Individuumals solches; seine Materie, die Stoffe, aus denen es sich ausgcbant hatte, gehe» in dieamorphe stoffliche Urform zurück, sie lösen sich auf im Wasser, oder in der Luft, oderfallen als feste Bcstandtheilc zu Bode». Denn die Materie stirbt nicht, sie gehtnicht unter; sic ist vielmehr unzerstörbar und ewig; sic ist von Anfang an dagewese», sicist über alle zeitliche» Begrenzungen hinaus. Individuum freilich wird sic nur, wen» siceine bestimmte Form anuinnnt; aber vorhanden ist sie schon vor dieser Form,, wenn auchoft in anderer Art und anderer Mischung. Also kurz: aller scheinbarer Untergang ist nureine formelle Umänderung, wobei bloß stofflicher Umsatz, keine absolute Neubildung oderVernichtung von Materie, welche überhaupt unmöglich ist, stattfindet. Denncs geht nichts auf Erden verloren, was materiellen Gehalt hat; cs ändert nur die Gestalt,unter welcher cs früher bestand und wird formell ein Neues.