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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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ihm und seinen Bestandtheilen mit dcm Wasser die ernährenden Stoffe insich aufnehmen. Als Hauptprodukt solcher Zersetzungen und Auflösungenvorhergegangener Verbindungen wird der Humus angesehen, ein eigen-thümlicher Stoff, dessen Einwirkung auf die Vegetation als Hebel ihrerThätigkeit sehr groß zu sein scheint. Stellenweise, besonders in feuchtenNiederungen, wo die Zersetzungsprodukte sich ansammeln und eine üppigereVegetation bedingen, nimmt der H u m u s einen sehr ausgedehnten Cha-rakter an, und geht als wichtiger Bestandtheil in das andere merkwürdigeProdukt der Gegenwart, den Torf M über. Jedermann kennt denselbenund seine allgemeine Benutzung zum Brennmaterial in den MoorländernNorbdeutschlands, Hollands, wie aller Küstengegenden der Ost- und Nord-see, als eine braune, im getrockneten Zustande krümelige, reich mit vegetabi-lischen Resten gemischte Erde, welche vorzüglich aus größtentheils zersetzterPflanzensubstanz besteht und je nach den Orten, wo sie entstanden ist, vonverschiedenen Pflanzenarten gebildet wird. Hiernach unterscheidet manWaldtorf, welcher seine Entstehung den vermoderten Wurzeln und Stäm-men ganzer Waldbäume verdankt und an seinen besonderen Fundstätten auöEspen, Kiefern, Eichen und Buchen hervorgegangen sein käme; Wiesen-torf, vorzugsweise aus Riedgräsern und Binsen seinen Ursprung nehmend;Haidetorf, das Gebilde der westlichen Hochmoore in OstfrieSland undHolland, ans den dort über unabsehbare Flächen verbreiteten Haidekräutern(Pi'i'ca lkirnlix und 6-iIlnna vulgaris) entstanden; und endlich die gemeinsteForm von allen, den Moostorf, welcher fast ausschließlich durch mächtigeRasen des bekannten Torfmooses (8plmgnum) gebildet wird. Neberallgeben diese Pflanzen, oder ihre durch Vermoderung entstandenen, amorphenerdigen Reste, die Hauptmasse, zwischen welcher andere mehr oder wenigererhaltene Theile von Schilfarten, Stengeln, Wurzeln, Blätter, selbst Samengewisser Sumpfgewächse in Menge sich verbreiten, zum Theil mit Thier-gehäusen untermischt, deren Bewohner hier ein frühzeitiges Grab fanden.Denn die Produktion des Torfes schreitet unaufhaltsam fort, und ergänzt denVerlust, welchen der Mensch beim Abbauen bewirkt, durch sich neü bildendeTorfmoosschichten. In 30 Jahren sah man abgestochene Torfmoore bis auf6 Fuß Dicke wieder anwachsen und zu ihrer alten Mächtigkeit, wenngll ich mitveränderter Form und Beschaffenheit ihrer Bestandtheile ">, sich erheben.

5) Eine sehr lehrreiche Schilderung der Torfbildung hat N, Grisebach in den:Göttingcr Studicn von 1843 gegeben.

«>) Griscbach's Untersuchungen scheinen darzuthu», daß dic Ausfüllungen der