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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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schatka reichte, und übcr diesen ungeheuren Flächenraunt die Bruchstückejener vereinzelten Bergzügc verbreitete, welche über ihre Oberfläche hcrvor-ragten.

Mit großem Geschick hat Agassiz^), der neueste Verfechter dieserphantasiereichen Ansicht, alle besonderen Beziehungen, auf denen sie ruht,benutzt und dadurch ihr mehr und mehr Eingang verschafft. Jndeß gelangeS ihm nicht, die Ursachen einer so merkwürdigen Katastrophe genügendaufzuklären; ein Umstand, der gegen seine Ansichten manchen gewichtigenStimmen einen weiten Spielraum übrig ließ. Mit mehr Erfolg habendies später andere Gelehrte von einem veränderten Standpunkte aus ver-sucht, und indem sie die Nothwendigkeit des Ereignisses mit mathematischerSchärfe darzulegen strebten, auch für die Wirklichkeit desselben am nach-drücklichsten daS Wort geführt. Wir werden nähere Aufschlüsse hierüberim 16. Kapitel, das von den Schöpfungsperiodcn handelt, erhalten, undbegnügen unö einstweilen mit den hier angegebenen Thatsachen. Nur soviel wollen wir noch bemerken, daß auS dem Eintreten einer Eiszeit amEnde der letzten Revolution vor der Gegenwart noch nicht eine allgemeineTempcraturabnahme des Erdkörpcrs bis unter den Gefrierpunkt des Wassersabgeleitet werden könne, vielmehr die Ursachen der Erscheinung auS ganzanderen Verhältnissen sich folgern lassen. Demnach dürfen wir die allge-meine Abkühlung unseres Planeten nicht bis zu einem so hohen Grade derKälte steigern, und für die spätere Zeit eine erneute Tcmperaturzuuahmeannehmen; wir müssen vielmehr wiederholt darauf aufmerksam macheu,daß die Erde in dem ganzen Zeitraum von der Entstehung der ersten Orga-nismen bis zur Bildung des Eises in der nördlichen Halbkugel eiuc ent-schieden höhere Temperatur behielt, als sic gegenwärtig in unseren Breitenbesitzt und sicher anch damals noch spezifisch wärmer war. Darüber lassendie Reste untcrgcgangcncr Geschöpfe jener Zeit keinen Zweifel. Auch istcs ein Jrrthum, weun inan, wie bisher, meinte, die eingcfrornen Leibergroßer Landthicrc, der Elephanten und Nashörner, steckten imeigentlichen Pvlareise am nördlichen Küstcnrande Sibiriens; sic steckenvielmehr im gefrornen Boden des Landes selbst (vcrgl. S. 122 Note 2)und stehen darin senkrecht, so wohl erhalten, daß man sie nur für eiuzelne,zufällig während des Lebens versunkene Individuen anschen kann, welchesich in Gegenden verloren, deren Boden damals noch nicht gefroren, aberso weich und schlammig war, daß er die schwere Last eines Elephanten

3) Man vergleiche sein früher (S. 32) erwähntes Werk übcr die Gletscher.