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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Mergelfch> ch ten bestehend, am östlichen Rande von England als Crag inNorfolk und Suffolk auf, ferner an den Ufern der Rhone bei Lyon,des Rheins stellcnweis von Basel bis Bonn (hier unter dem NamenLöß ein Gemisch von Lehm, Kalk, Sand und Glimmcrblättchcn bildend),am Bodens c e, in verschiedenen Thälcrn Würtcmbcrgö (S t e'i nhci m),SüdbaicrnS (bei Nördlingcn), im Teplitzer Thalc zwischen demErz- und Mittelgebirge bei Bilin und bei Eg er, und isolirtcr an mehre-ren Orten des nördlichen Deutschlands als Gee st. Ucbcrall scheinen diepliocenen Schichten des Binnenlandes Süßwasscrprvdukte zu sein, undtheils von größeren Binnenseen, thcils von Flüssen herzurührcn. Eingroßer Gehalt an kiescligcn Bacillarienhüllen, die in mehr oderminderer Masse von Kalk eingebettet sind, scheint besonders die Absätze vonSüßwasserseen zu vcrrathcn. Als Polirschiefcr haben solche Schichteneine technische Anwendung gefunden. Vorzüglich charakteristisch sind übri-gens für diese Periode die Säugethierrcstc, welche in ihren Schichten ange-troffen werden. Die Eigenthümlichkeiten derselben und ihre Beziehungenzu noch lebenden Arten später im Zusammenhänge mit letzteren darstellend,bemerke ich hier nur, daß wir die Gebeine von Mastodonten, Nashörnern,Nilpferden, Hirschen, Pferden, Nagcthicrcn, Bären, Hunden, Hyänen,Katzen und Affen besonders im Schuttlande der Thälcr, zumal an größerenFlüssen abgelagert finden, indessen gewöhnlich noch eine spezifische Differenzzwischen ihnen und den Arten der nächstfolgenden Periode bemerken.Diese nächste Epoche ist aber keine andere, als die der Gegenwartvoran gegangene.

8. Diluvium.

Unmittelbar über den jüngsten Tertiärgcbilden trifft man auf Schich-ten, welche einen noch lockern Zusammenhang haben, fast nur aus Lehm,Sand, Kies und Geröllcn bestehen, in größerer Allgemeinheit und Ähn-lichkeit über die Erdoberfläche, wenigstens über die meisten Gegenden vonEuropa, sich verbreiten und gewöhnlich unter Verhältnissen angctroffen wer-den, aus denen man eine sehr gewaltsame, lange Zeit andauernde Wasser-bcdeckung früher bereits trocken gelegter Gegenden folgern zu dürfen glaubte.Ist diese Annahme richtig, so läßt sich die so vielen Völkern (Indiern, Ju-den, Griechen) gemeinsame Mythe einer Sündfluth durch sie einiger-maßen rechtfertigen; weshalb man die Sedimente aus dem Zeitraum vor-der Gegenwart Diluvialgcbilde oder Diluvium genannt, und dar-