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diger thonreicher Mergel, daS Acquivalcnt deS GaultS und Plänermergels,der abwärts allmälig in drir unteren Quader übergeht. — Noch eigenthüm-lieher erscheint dir Kreideformation deS südlichen Europas, air dm Küstendes MittelmeereS von Spanien bis Syrien, und weiter nördlich in Süd-frankrcich zwischeir C a h o r ö und la Rochcll e. Allen diesen Kreidegc-bilden geht die erdige Kreide mit den Feuersteinen ab, statt deren ein grauer,brauner, selbst rothcr oder schwarzer, fester Kalkstein (Hippuritenkalk)mit den schon erwähnten Mcrgelschichten und eine durch eingestreutc grüneKörner (chloritische Kreide) merkwürdige Abänderung desselben austritt,während Sandsteine und zähere graue Mergel (Neoconüc) als tiefste Schich-ten die Stelle deö unteren Quaders der norddeutschen Kreidegebirgc vertreten.Dies ganze Kreidegebiet bildet ein drittes ziemlich scharf abgeschlossenesBecken, worin die ältesten Kreibeglieder enthalten zu sein scheinen. Es um-faßt alle niedrigen Verberge der bezeichnetcn Gegenden, namentlich die Ge-birge ini-südlichen Spanien, den Fuß der Pyrenäen, einen großen Theil derApenninenkettc, der sieilianischen Gebirge und der Bcrgreihen am NordrandeAfrikas. — Außerhalb Europa ist die Kreibeformation in Nordamerika amunteren Mississippi und oberen Missuri nachgcwiesen; auch weiteröstlich in Alabama, Georgien, Süd-Carolina, Virginicn und Ncw-Jerseybeobachtet worden. Besonders ausgedehnt scheint sic sich über das Innereder Vereinigten Staaten, den „fernen Westen" der Ansiedler, zu verbrei-ten, und namentlich soll das ganze Stromgebiet dcöMissuri, wieweit cs denPrärien des Blachlanbcs angehört, durch Kreidcschichtcn seinen Weg führen.Sonach gehört die Kreidcformation zu den allerverbreitttsten Gruppen.
Das organische Leben, welches mit der Kreidebildung in dieselbe Zeitfällt, war freilich sehr zahlreich und mächtig, allein lange nicht so eigcn-thümiich, wie zur Zeit, als die Juraschichten entstanden. In ungeheurerMenge finden sich außer den Foraminiferen andere Mecrgcschöpfe derunteren Klassen dcS Thicrreichcs, namentlich Zoop h y t e n oder K o ral-lin e n und Radial e n in den obersten, ferner Muscheln, Schneck c nund Ccphalopodcn in den mittleren und tiefsten Kreidegliedern. Fürletztere sind die merkwürdigen Nudisten am bezeichnendsten; auch dieAmmoniten und Belcmniten, Geschlechter, von denen eS heut zuTage keine Arten mehr giebt, obgleich sie schon in früheren und zum Theilselbst in den ältesten Sedimenten sich finden, haben in der Kreide ihreeigentlichen Sammelplätze. Glicberthicrc und R ückgratthierc sindseltner, namentlich fehlen luftathmendc Gattungen fast ganz. Einige denKrokodilen und Lacerten verwandte Amphibien find die einzigen Landbe-