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rwnie. Abdrücke von Pflanzenblättcrn, einige Korallen, besonders aberRabiatcn, Muscheln urrd Schrrcckenjchaalen hat man in ihnen gefunden.Sehr häufig enthalten fie Arten der jetzt völlig untcrgcgangencn Aminoniten-gattung, und waS besonders wichtig ist, auch Spuren von Vögeln, nament-lich ein ganzes Skelet im Glarner Schiefer, welcher über der Glauconieliegt, sind daraus hervvrgezogcn worden.
Allgemeiner bekannt wegen ihrer vielfachen Benutzung ist die w e i ß eKreidc, das zweite Hauptgcstcin ihrer Formation. Jedermann kenntdiese lockere, erdige Substanz, welche wir zum Schreiben, Färben und man-chen anderen Zwecken benutzen; allein nur Wenige dürften über die eigent-liche Beschaffenheit derselben sich bereits unterrichtet haben. In ihrerchemischen Zusammensetzung von den Kalken älterer Formationen, die mchrodcr mindere Antheilc von kohlensaurer Talkerde enthalten, nicht anders,als durch den fast vollständigen Mangel der letzteren verschieden, ist dieKreide doch leicht an ihrem lockeren Gefüge und der oft zahllosen Mengemikroskopischer Schaalthicrrestc zu erkennen, die wir bei genauer Unter-suchung darin antreffcn. Diese kleinen Thierchcn sind in der rohen Krcidealler Gegenden überaus häufig, ja öfters bestehen selbst zwei Drittheileder ganzen Krcidcmateric lediglich aus ihren Schaalcn. Sie gehören cinernoch jetzt in corrcspondircnden Formen lebend vorhandenen Familie an,welche das Meer bewohnt und Foraminiferen oder Polythalamicn ge-nannt wird, allein wegen ihrer durchaus mikroskopischen Größe noch immersehr ungenügend bekannt ist. Denn einige Naturforscher glauben in ihrenMitgliedern infusorienartigc Organismen zu erkennen, andere stellensic zu den Polypen, oder gar zu den Tintenfischen; doch scheintdie zweite Ansicht die wahrscheinlichste zu sein. Ihre große Menge in dcrKrcidc zeugt freilich ganz entschieden für den organischen Ursprung diesesGesteins.
Die Kreide tritt übrigens keineswegs bloß in der allgemein bekanntenForm als weißer erdiger Kalkstein auf, sondern nur in ihren obersten Schich-ten hat sie diese Beschaffenheit; die älteren Kalksteine bilden den hellgelb-lichcn dichteren und festeren Plänerkalk, welcher an anderen Orten einenmehr mcrgclartigcn Charakter annimmt. Nur die weiße, erdige Kreidcist so vorwiegend organischen Ursprungs und wahrscheinlich eine mächtigeSchicht aus dem Meere niedcrgcfallcncr Korallcntrümmcr, Muschelrestc undForaminiferenschaalcn, die druck) freie Kalkthcilchen mit einander verbundenwurden. Sie scheint irr großen weiten Meerbusen aus der beständigen,Jahrhunderte fortdauernden Zerstörung von Korallenriffen und allere mög-