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von Horn gleich Ruinen uralter Riesenbauc in langer Reihe sich hinziehe».Auf ihren senkrechten Wänden sieht man die Leidensgeschichte des Heilandsin kolossalen künstlichen Darstellungen, die nach beglaubigten Documentenschon in, cilften Jahrhundert vorhanden waren.
Wie seiner merkwürdigen Umrisse halber der Quadersandstein anzie-hend ist, so verdient er noch mehr unsere Beachtung wegen der vielfachenBenutzung zu Bauwerken. Minder hart als die b u n t e n oder r vthe nSandsteine läßt er sich eben deshalb leichter bearbeiten, und seine eigcn-thümlichc Zerklüftung formt ihn mit der ihr cntgegenstehenden Schichtungschon von selbst zu Quadern; Eigenschaften, denen er seinen Namen ver-dankt. Er hat daher seit Jahrhunderten die Aufmerksamkeit der Anwohner-erregt, und wie der Portl andstein zu den Bauten Londons, so derQuadersandstein zu den Bauwerken Dresdens das Material geliefert.Pirna ist der Ort, in dessen Nähe der meiste gebrochen und weit aufder Elbe und ihren Nachbarflüsscn verfahren wird. Jndcß eignet sich derQuadersandstein wegen seiner leichten Verwitterung mehr zu architektoni-schem Schmuck im Innern der Gebäude, als zu äußeren Verzierungen;hier muß er mit einer Tünche bedeckt, oder noch besser von Zeit zu Zeitmit Ocl getränkt werden, wenn er dauerhaft bleiben soll. Aus demselbenGrunde ist er für Stiegen und Treppen, zu denen man ihn häufig anwcn-det, weniger brauchbar, weil er sehr schnell sich abtritt, und schon viel frü-her, als Holz, abgenutzt wird. —
An manchen Orten, und namentlich in England, ist das Bindemitteldes Krcidesandsteins weder Thon noch Kalk, sondern eine Mischung vondiesem und erdigem Chlorit (S. 186), welcher wegen seiner Farbe denNamen Grün erde führt, und dadurch dem ganzen Gestein sein Ansehenmittheilt. Solche Schichten bilden den Grün fand, und die in ihnenvorkommcndcn bläulich-grauen Thonlagcr, welche unten in Mergel-lager übergehen, den 6-m!i oder Oslt der Engländer. Durch sic theiltsich der Grünsand in zwei Etagen, und wenn unter der ersten noch einezweite mächtige Mergelschicht: die Neocomic der Franzosen, wiedcrkehrt,so kann man vier Hauptlagcr: die Ncocomie, den unteren Grünsand, denGault und den oberen Grünsand <dic Glauconic) von einander unter-scheiden. Auf dem Profil S. 251 sind sie durch die Buchstaben <1, e, 1und A angedeutet.
Versteinerungen führt der eigentliche Quadersandstein im Ganzen we-niger als die Kreide, nur stcllcnweis enthält er Schichten, die zahlreicheorganische Reste umschließen; häufiger sind sic in der Ncocomie und Glau-