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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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nie mit sehr große Stärke erreichen, vielmehr dünn geschichtet in bunterAbwechselung so oft über einander sich legen, daß keine andere Schichten-qruppc ein so vielfarbiges Ansehen erhält, wie diese. Im Allgemeinenlassen sich nach jener wiederkchrendcn Reihenfolge, besonders nach dm vor-herrschenden Sandsteinen, drei Abtheilungen im Keuper unterscheide».Die unterste Gruppe beginnt mit lichtgraucnSchicfcrletten, die bald sandigwerden und demnächst in einen stark thonigcn Sandstein übergehen, worinThongallcn und selbst Schichten feiner Glimmcrblättchcn sich ausscheiden.Die graue Farbe rührt vou beigemcngtcr Kohle her, welche nicht bloß alsFarbcstoff, sondern selbstständig als Lager, begleitet von zahlreichen Pflan-zcnvcrstcinerungcn, hier austritt. Sic ruht auf Schieferlcttcu, und heißtdarnach Lcttcnkohle. Ueber ihr liegen Sandsteine mit grünlich-grauenoder braun-grauen Mergclschichtcn, denen sich nach oben hellere bunte Mer-gel bcigcscllen. Mit ihnen schließt die im Ganzen nur 150 Fuß mächtigeAbtheilung der Lcttenkohlc, und der ghpsrciche, wahrscheinlich auch Stein-salz führende mittlere Keuper von durchschnittlich 550 Fuß Mächtigkeitbeginnt. Ein harter dolomitischer Mergel deutet diesen Uebcrgang an, erbildet in Thüringen wie in Lothringen die Grenze, und ist hier leicht anhelleren gelblichen Flammenstrcifcn in bräunlich - grauer Grundfarbe zu er-kennen. In graue Kalksteinbänke übergehend, treten bald darauf Gyps-und Mergelschichtcn an deren Stelle; beide wechseln in dünnen Lagen, jenersenkrecht gefasert, diese bröckelig zerklüftet, in so zahlreicher oft wiederholterFolge, daß eine weitere Schilderung nicht mehr möglich ist. Nur die netz-förmige Verbreitung des Gypscs zwischen die Klufträumc der Mergel be-darf als ein Phänomen, welches für spätere, zum Theil wohl auf mctamor-phischen Processen beruhende Einsickerung spricht, noch der Erwähnung.In manchen Gegenden, z. B. in Würtcmbcrg, scheidet sich nach obeneine mehr als 60 Fuß starke sandige Schicht aus, welche von ihrem Reich-thum an Schachtclhalmgewächsen lEalamitcn) den Namen Schilf-sand stein erhalten hat, und noch einige Kohlcnreste umschließt; sie istzugleich die Fundstätte merkwürdiger Eidechsengcbeinc und kann als obereGrenze der mittleren Kcuperschichtcn betrachtet werden. Gewisse sehrsonderbare kiescligc Sandsteine, die sogenannten krystallisirtcn Sand-steine, welche beinahe ein gefrittctcs Ansehen haben, bilden die Begleiterdes oberen oder bunten Keupers, der hauptsächlich aus zahlreichen, wei-chen, aber bröckeligen, hellfarbigen, rochen, gelben, grünlichen, bläulichenMergeln besteht, die sich in dünnen Schichten verschiedener Färbung bis100 mal wiederholen und mit anderen festeren ungeklüfteten Bänken, den