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und scheinen nach allgemeiner Annahme aus salzhaltigen Wasserbecken her-zurühren, deren Inhalt allmälig verdunstete.
Der Muschelkalk steht dem bunten Sandstein in der Regel anMächtigkeit (600 —800 Fuß) und Ausdehnung etwas nach, oder fehltaußerhalb Deutschland, wie namentlich in England, gänzlich. Durch Ein-fachheit in Farbe und Beschaffenheit, gewöhnlich hellgrau, mit fcinsplittcri-gem Bruch und ziemlich deutlicher Schichtung, zeichnet sich diese im Ganzensehr gleichförmige Masse aus. Sic beginnt mit dünngcschichtctcn, wellen-förmig unebenen Kalken, die hiernach den Namen Wcllcnkalk erhaltenhaben, und auf ähnlich geformten Dolomiten ruhen. Beide Gliedernehmen wenigstens in Thüringen ziemlich die Hälfte der ganzen Schichtcn-folgc weg. Auf den Wcllcnkalk pflegen sich von Gyps oder Anhydrit be-gleitete Salzflötze zu lagern, während reinere rauchgraue Kalke, nachihrer Hauptbruchstätte in Württemberg als Kalksteine von Friedrichs-Hall bekannt, den Schluß »rachen. Der Rcichthum an Versteinerungen,dem die Formation ihren Namen verdankt, steht mit der auffallenden Ar-mut!) an anderen untergeordneten Beimengungen im grellen Kontrast; dennaußer dünnen Lagen feinfaserigen Gypses, welche jedoch nur den unterenSchichten, dem Wcllcnkalk, angchörcn, und Strecken grauer kicsclerdigerKnollen, die sich schichtweise in ihr verbreiten, fehlt cs an fremden Minera-lien fast ganz. Nur die beschriebenen Steinsalzlagcr bringen da, wo sicauftreten, eine etwas größere Mannigfaltigkeit im Gestein hervor. DieVersteinerungen des Muschelkalks gehören Secthicrcn, namentlich Muschelnund Schnecken an; unter letzteren sind gewisse Ammoniten (die Cera-titen) besonders charakteristisch. Dagegen fehlen Polypen und Radialen,einige Crinvidcen abgerechnet, fast ganz. Eben nicht häufiger sind Fisch -rcstc; die meisten stammen von haifischartigen Formen her, deren Zähneneben den ersten höheren Crustacccn (Dekapoden) stcllenweis in ziem-licher Menge sich finden. Relativ zahlreicher werden unter den Rückgrat-thieren die Amphibien und erscheinen in abenteuerlichen, von den Gestaltender Jctztwelt völlig verschiedenen Formen. Auch die schon erwähnten Fuß-spuren, welche man jüngst auf Schichten des bunten Sandsteins entdeckthat, und für Abdrücke von handartigen Säugcthiertatzcn hielt, scheinen nurden Amphibien zugeschrieben werden zu können. —
Der Keuper, die dritte Schicht dieser in Deutschland weitverbreitetenFormation, ist im Ganzen mächtiger (gegen WO —1000 Fuß) als derMuschelkalk, und fehlt wohl nirgends so vollständig, wie jener in England.Er besteht aus Schichten von Mergeln und Sandsteinen, welche einzeln
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