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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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genannt, tritt am Südendc dcr Vogesen auf, begleitet dm östlichen Theilder Eder in ihrem Laufe, und findet sich am nördlichen Rande des Ric-sengebirgcs. Hier scheint in dieser Gestalt seine östliche Grenze zu sein.Ueberall bildet er schmale bandförmige Säume von geringer Mächtigkeit,welche die Kohlenschichtcn von den seeundärcn Straten trennen, und sehrrichtig als die Küstcnränder der ältesten Landstriche betrachtet worden sind,deren gehobene Rücken insclartig aus dem Weltmeere hervorragten.

Mit dcmZcchstein, seinem alten Flötzkalkstcin, schloß Werner dieälteren Flötzgcbildc, und so wollen auch wir einen Abschnitt mit ihm schließen,ohne darum die Periode, welche zwischen dcr Bildung deS Zcchsteinö und desbunten Sandsteins liegt, als eine besonders große oder cigenthümlichezu bezeichnen; denn einige Forscher meinen sogar, daß man richtiger nochdie untersten Schichten des bunten Sandsteins (den petrefaktenleeren rothenBogesensandstcin) zur Gruppe ihres Permschcn Systcmcö rechnen underst mit dem oberen bunten Sandsteine die nächstfolgende Abthcilung begin-nen müsse. Allerdings läßt sich in den Organismen, wie in den Schichten,aufwärts vom Zechstcin an, ein beträchtlicher Unterschied im Vergleich mitden älteren nicht wohl verkennen, allein andererseits giebt cS auch Aehn-lichkcitcn, die nicht unbedeutend find. Es gehört zu den merkwürdigstenEigenheiten der Thicrwelt, daß gleich über den Kohlen, oder vielleicht schonin der letzten Zeit ihrer Periode, die ältesten Landbewohner unter denAmphibien (,VreIio»osiuieus) sich cinstcllcn und Formen angehören, die erstviel später, im System der Trias, eine allgemeinere Verbreitung erreichen;während die Schichten des Zechstcins zwar Luftathmcr (piowrosanrus)behalten, aber sic auf ganz andere Typen übertragen. Auch ist, was dieSchichten selbst betrifft, daö Neberwicgen dcr Kalkerdc gegen die bishermächtigere oder eben so mächtige Thoncrdc gewiß ein beachtenswertsterCharakter. Ob derselbe ganz auf Rechnung des mehr und mehr sich ent-faltenden thierischcn Lebens zu schieben sei, wie viele Geognosten annchmen,wollen wir nicht entscheiden, indcß doch daran erinnern, daß die Kalkerdc,welche die Thicre in sich darstellen, von außen in sie ausgenommen wird,mithin von Thiercn die Kalkerdc nicht producirt, sondern nur in eine festeForm gebracht werden konnte. Sie wäre demnach doch immer als aufge-löst im Meere anzunehmen, und den zahlreicheren Thicren vorzüglich diegrößere Menge des von nun an abgeschiedenen Kalkes zuzuschrcibcn.