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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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befinden müssen, nnd bei verworfenen gehobenen Straten die im H a n g e n-den jünger sind, als die iin Liegenden. Allein wir betrachteten nochnicht die Bestandthcilc der Schichten selbst, nnd da gerade in ihnen die we-sentlichsten Unterschiede auf einander folgender Straten bedingt zu sein pfle-gen, so wird eine allgemeine Erörterung dieser Bestandtheile und ihrer Ab-weichungen uns zunächst beschäftigen müssen.

Dreierlei Stoffe find es vorzugsweise, welche die Schichten ihrer Ma-terie nach bilden, Thon er de, kohlensaurer Kalk und Quarz-körnchen oder Sand. Aber nur selten treten diese Bestandtheile reinund isolirt hervor, in der Regel sind sie gar innig unter einander oder miteinigen minder häufigen Stoffen gemischt, die ihnen sowohl materielle, alsauch formelle Verschiedenheiten beilegen. Zu den letzteren Stoffen gehörenbesonders die Färbemittel, am häufigsten Metallorydc und vor allen Eisen;aber auch Kohle und Bitumen treten als Färbungen auf. Selbst reineKohle wird angetroffen, an verschiedenen Stellen schichtweise Lagen bildendund zwischen den ältesten wie jüngsten Schichten als untergeordnetes Flötzeingeschoben. Nicht selten finden sich Erzlager, aus mannigfachen Metall-genüschen zusammengesetzt, die in größerer oder geringerer Ausdehnungzwischen die neptunischen Schichten sich cindrängen. Im Ganzen spielenjedoch diese untergeordneten Lager in der Zusammensetzung normaler Ge-steine keine wesentliche Rolle; viel wichtiger werden für die Diffcrenzirungender Materie Verbindungen, welche die drei Hauptgrundstoffc mit einandereingehen. Am gewöhnlichsten mischt sich der Quarzsand mit den beidenanderen Stoffen, theils mit der Kalkcrde, thcils mit der Thonerde; sie sindin der Regel das Bindemittel, welches die Quarzkörnchen vereint und zueiner festen soliden Materie erst macht. In ihnen findet sich auch die fär-bende Substanz deS Sandsteins, wodurch regelmäßig abgcgrcnzte, sehr be-stimmt verschiedene, rothe, weiße, bläuliche, grünliche und gelbliche Bänkeentstehen, die gleich Bandstreifen über einander liegen und in mannigfachemWechsel auftrcten. Die Mischung der Sandkörner mit Thonerdc kommtam häufigsten vor, zumal in älteren und in sehr jungen Formationen; inden mittleren Straten ist die Kalkerdc bisweilen das Bindemittel. Zujenen ältesten Sandsteinen gehört auch die Grauwacke, eine schwärzliche,grünliche, graue oder braune Mischung von Thonerdc und Quarzsand, dienach der einen Seite in Thonschicfer, nach der anderen in reineren Sand-stein übergeht, und immer durch ihre große Härte und Festigkeit sich auö-zcichnet. In den jüngsten Formationen bilden Gemische von Thonerdcmit Kalk und Sand den Lehm, eine in ebenen Gegenden häufige, deutlich