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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Bischof, der sorgfältige Kritiker, hat nachgewiesin, daß die kohlensaureMagnesia den kohlensauren Kalken, aus denen der Dolomit entstand, durch dieGewässer von oben herab zugcführt worden, und eben deshalb die Umwand-lung des Kalks in Dolomit in derselben Richtung durch die allmälig tiefercindringendcnWasser erfolgt sei; er leitet, in Anschluß an die v. Buch'seheAnsicht, die Magnesia wirklich von den Augitporphyren her, sieht sie alsein Product ihrer thcilwciscn Zersetzung auf nassem Wege an, und recht-fertigt so den Proccß, welchen L. v. Buch geistreich erkannt hatte, vollstän-dig, obgleich er das Mittel, ihn zu vollführcn, in das entgegengesetzte ver-wandelt. Wäre hiernach der Dolomit auch kein dircctcs Product desMclaphyrs, so bliebe er doch immer eine mctamorphischc FelSart, derenGenesis scharfsinnig erklärt und damit dei.r Anstoß zur Lehre von den groß-artigen Umwandlungsprocessen in der anorganischen Natur gegeben zuhaben, als hohes Verdienst unseres ersten, nunmehr dahin geschiedenen,aber der Wissenschaft unsterblichen, vaterländischen Geognostcn für alle Zu-kunft anerkannt werden wirb ^->.

Es bedarf wohl keiner weiteren Auseinandersetzung, daß die zahl-reichen Erscheinungen von Mctamorphismus auf der BerührungSgrenze vonplutonischcn und neptunischcn Gesteinen sich auf ähnliche Weise, wie dieDolomitbildung erklären lassen, und daß der Austausch, welcher an solchenStellen unzweifelhaft zwischen den verschiedenen Stoffen erfolgt ist, eben-falls nur auf nassem Wege geschah. Sieht man die offene Bruchflächt alsdie Bahn cindringcndcr Gewässer a», so überzeugt man sich bald, daß nebenderselben ganz ähnliche Processi erfolgen konnten, als diejenigen sind,' wo-durch die Dolomitisirung des Kalksteins bewirkt wird, daß mithin alle An-nahmen von Uebergängen geschmolzener oder gar dampfförmiger Erden undSilicate eben so überflüssig erscheinen, wie die Plutonische Ansicht von derEntstehung der körnigen Kalke oder der ähnlichen Metamorphose des Dolo-mits. Die Tagewaffcr sind eS gewesen, welche diese Metamorphosen be-wirkt haben; sic scheinen Karbonate aller Art in Auflösung mit sich geführt

22) Bcrgl. Bischof, CH cm. G co l. II. S. 279 u. 1099 ff. Die krhstalli-»ischc Beschaffenheit des Dolomits rührt eben so sehr von der Metamorphose her, wie die-selbe Beschaffenheit des Marmors; sein poröser, oft rauher Zustand (daher Rauhwackcgenannt) ist dagegen aus dem Substanzvcrlust zu erklären, den die Gewässer im Kalk-stein, als sie de» Kalk gegen Talk austauschtcn, bewirkten. Inzwischen glaubt Dürochcraus Versuche», welche er angcstellt hat, auch plntonischc Metamorphosen des Dolomitsannchme» und der älteren Ansicht oon Talkcrdedämpfcn das Wort reden zu dürfen.Uumpt. roncl. elc. Tom. 33. 1832. und ärcli. (l. Muii'in. User 1852.