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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Die Untersuchung der Schichtungsvcrhältuisse weist uns durch allemitgetheiltcn Thatsachen auf wirkliche Erhebungen von unten in früherenPerioden der Erdbildung eben so sehr hin, wie dic vulkanischen Phänomeneder Gegenwart sie für dic jetzige Periode bestätigen; beide rechtfertigen dieAnnahme analoger Erscheinungen in allen Zeiträumen. Noch mehr aberbewährt sich diese Behauptung durch dic Betrachtung des Zusammenhanges,in dem dic krystallinischcn Massen zu den verworfenen Schichten stehen.Hat der forschende Gcognost die hebende kristallinische Fclöart, welche selbstauS der Tiefe emporstieg, neben den geschichteten Sedimenten wirklich auf-gesunden, so trifft er sic unter den Schichten im. Fallwinkel des Lagers undzwischen seinen Schenkeln an. Er beobachtet weiter, daß, wenn dic hebendeSubstanz über dic gehobene hinausragt,, dic letztere mit eurem scharfen Ab-sturz gegen dic crsterc abfällt und sehr deutlich eine Druchflächc darstellt,auf welcher dic parallelen, eoneentrischen oder wellenförmigen Linien derSchichtungSflächcn neben einander verlaufen. Er nennt diesen je nach derDicke der gehobenen Schicht bald höheren, bald niedrigem steilen Absturzden widersinnigen, zum Unterschiede von dem in der Richtung desFallens verlaufenden geneigteren, gleichsinnigen Abhang. Immerist der widersinnige dem Innern des Gebirges, dem Kamm desselben zugc-wcndct, der gleichsinnige der Ebene und den äußeren Umgebungen. Wielassen sich solche Verhältnisse anders als durch Erhebungen erklären, undwer kann sie bei solchen Thatsachen noch bezweifeln? Niemand, dem cSum dic Erforschung der Wahrheit mehr zu thun ist, als um Festhalten analtcrthümlichen Ansichten und vorgefaßten Meinungen.

Nicht zufrieden mit dem Resultate, daß alle aus der wagrcchtcn Lagein eine geneigte versetzten Schichten als gehoben oder verworfen anzusehensind, verfolgen wir vielmehr die aus der Neigung verschiedenartiger Schich-ten gegen einander zu ziehenden Schlüsse weiter, da sic uns zu noch bedeu-tenderen Resultaten führen werden. Ehe wir aber dazu schreiten können,müssen einige Erklärungen über dic Beziehungen verschiedenartiger Schichtenzu einander hier ihre Stelle finden. Es sind das Ausdrücke, welche derLeichtigkeit wegen cingcführt, häufig in Anwendung kommen, an sich aberdic Schichtungsverhältnissc nicht weiter erläutern.

Man nennt in der Geognosic die über einer gewissen Schicht befind-lichen Lagen dasHangcndc, dic unter ihr befindlichen das Liegende.Die Art und Weise, wie eine Schicht räumlich gestaltet und ausgedehntist, bezeichnet man als ihre Lagerung, und unterscheidet folgende sechsauf den beigefügtcn Durchschnitten erläuterte Hauptartcn. 1. Söhlig