erzeugung vor sich gehen; sic fand also dabci statt und erklärt sowohl denfortdauernden geschmolzenen Zustand der Metalle im Erdkern, als auch dietropfbar-flüssige Qualität, in welcher die Erden selbst, trotz ihrer Streng-flüssigkcit, sich anfangs befinden mochten. In dieser Gestalt senkten sic sichallmälig aus dem Dunstraume der Erde gegen den Kern zu Boden, bildeteneine flüssige Schlackenrindc über dem metallischen Mark der Erde, und er-hielten durch ihre Gluth das letztere ebenso sehr flüssig, wie den Gasraumüber sich in Dunstgcstalt durch die Wärmestrahlung ihrer oberflächlichstenSchichten. Die dadurch eingclcitcte Abkühlung derselben hatte aber einesehr verschiedene Wirkung. Während sic nämlich an der Rinde langsamvon außen nach innen vorschritt, und eine ungleiche Temperatur der Rindein ihren verschiedenen Schichten bedingte, hatte sie im Gasraume eine ziem-lich gleiche Temperatur zur Folge; weil die äußersten Schichten desselben,so wie sic sich abkühlten, sich auch mehr verdichteten, dadurch natürlichschwerer wurden, und in Folge dessen hcrabsanken, anderen wärmeren undleichteren ihre Stellung einräumend. Allein während diese sich abkühlten,schöpften jene neue Wärme aus der Rinde, hoben sich wieder, verdrängtendie kälteren, und bewirkten im beständig fortdauernden Spiele des Auf-stcigens und Sinkens, der Erwärmung und Abkühlung, eine ziemlichgleichmäßige Temperatur im ganzen Gasraumc auf Kosten des weiter erkal-teten peripherischen Thcilcs der bis dahin tropfbar-flüssigen Erdrinde.
Um die verschiedenen Proecssc, welche von nun an in diesen beidenSchichten des ErdkörpcrS, der tropfbar - flüssigcn und der elastisch-fl ü ssi g c n, gleichzeitig stattfanden, in der Betrachtung übersehen zu können,ist es nöthig, jede von beiden einzeln zu schildern, mithin die Erscheinungen,welche zu gleicher Zeit neben einander vor sich gingen, als nach einander er-folgte darzustellcn. Wir werden uns dadurch die Einsicht in den Bildungs-gang und die Erkcnntniß seiner Resultate nur erleichtern, freilich aber einevom wirklichen Hergänge in ihrer Zeitfolgc etwas abweichende Erzählungunfern Lesern mittheilen müssen.
Betrachten wir also zuvörderst die Schaale tropfbar-flüssiger Erden,welche sich über den geschmolzenen metallischen Kern nach und nach verbrei-tete, so versteht cS sich von selbst, daß auch dieser äußere Mantel, solange er noch tropfbar-flüssig war, den Rotationsgesetzcn Folge leistete,und an der bereits cingelcitetcn Abplattung der Erde an den Polen ihrerNmdrehungsachsc Theil nahm. Die dadurch in der flüssigen Masse vomPol zum Aeguator hin bewirktes wenn auch nur langsame, Strömung istein nicht zu übersehendes Moment der schnelleren Erkaltung gewesen; denn