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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Verbindungen mit anderen Materien geneigt sind; sie waren ohne Zwei-fel, welche den ersten festen oder flüssigen Kern bildeten, der nach und nachdurch Anziehung gleichartiger Theilc sich vergrößerte, bis er einen Umfanggewonnen hatte, welcher hinreichend war, auch die leichteren flüchtigenStoffe der Kugelzonc an sich heranzuzichcn und dieselbe in eine selbststän-dige Kugel zu verwandeln. Von diesem Augenblick an stand der Erdball imWeltraum da, eine komctenartigc Masse, gebildet ans flüssigem glühendenMetall'U, dessen annoch geringe Peripherie von einer Ungeheuern, bisweit über den Mond hinausrcichendcn Gaszone umgeben war, in welcherdie verschiedenen chemischen Affinitäten sich noch nicht, der feinen Sus-pension wegen, worin die Stoffe sich befanden, so ausgleichen konnten,wie cS die relativen Mengen der vorhandenen Materien nothwendig mach-ten, selbst wenn der Druck des peripherischen TheileS gegen das Centrum,im Gegensatz gegen die vom heißen Kern auöstrahlende Glnth, ihnen för-derlich war, und manchen vcrstattete, die gasförmige Qualität bald aufzu-gebcn, bald wieder zu behaupten.

Indem wir in unserer Betrachtung die Periode überspringen, welcheden ganzen Gasball in die peripherische M o n d sch i ch t und die centraleErdkugel sonderte, weil sich nach unfern jetzigen Kenntnissen von ihrerBildung nicht gut mehr sagen läßt, als waS bereits früher im Allgemeinenüber die Trennung der Gaskugcln in Gürtel erwähnt wurde; wollen wirnur noch daran erinnern, daß die geringere spezifische Schwere des Mon-des wieder sehr gut mit dieser Ansicht harmvnirt, und seine viel geringereGröße es erklärt, warum er sich in einem inehr abgckühltcn Zustande befin-det , als die Erde, auch eben deswegen, wie die Astronomen lehren, keineoder eine ganz auffallend dünne Atmosphäre besitze. Wir wenden dahersofort unsere Blicke auf den Erdkörper selbst und suchen zu erfahren, in wel-chen EntwickclungSphasen er seit dem Beginn der chemischen Actioncn inseiner peripherischen Gasschicht verweilt haben möge.

Da lehrt uns nun die Beobachtung des gegenwärtigen Zustandes, daßvon allen Materien der Sauerstoff in größter Quantität vorhanden seinmußte, denn er bildet noch heute 23 Gewichtsprozente der atmosphä-

II) Die bekannte Thatsache, daß der Erddurchmesser zwischen den Palen um 33 /ggcogr. Meilen kurzer ist, als der Durchmesser des Acquatorö (1718^ Meilen), macht csübrigens zur Gewißheit, daß die erste Qualität des Erdkörpcrs eine flüssige und keine festewar, weil nur bei solcher Beschaffenheit der Erdmaffe jene Differenz der Diamctcr ent-stehen konnte.