kehren, nach so überschwenglichen theoretischen Abschweifungen, zur Be-trachtung des JugendznstandeS unseres Erdkörperö zurück.
Wenn derselbe also bei seinem ersten Entstehen als räumlich indivi-dualisirte Masse ein Gaöball war, so hatte er nothwendiger Weise auch eineTemperatur s), die hinrcichte, alle gegenwärtig in fester Gestalt an ihmvorhandene Materie in Dunst zu verwandeln. In dieser Dunstmasse bil-dete sich jedoch sofort, sei cs durch das centripctalc Streben der schwererenStoffe, oder durch die Kompression der peripherischen auf die centralenSchichten ein festerer Kern. Ein solcher konnte nicht wohl fehlen, wennwir uns die Entstehung des ganzen Gasballes in der Art denken, wie dievorgctragcne Theorie von Laplacc es bestimmt; nämlich als Cvneentra-tion einer gewissen Schicht an der großen Gaskugcl unseres ganzen Sonnen-systems. Hier entsteht nun zunächst die Frage, was für Stoffe wohl die-sen Kern gebildet haben mögen, und ob derselbe gleich anfangs seine spätereBeschaffenheit besitzen mußte. Den zweiten Thcil dieser Frage dürfen wirmit einigem Rechte verneinen, wenn wir an die eiförmige Dunstmasse deSEncke' s ch cuKometc n unS erinnern, insofern dessen Kern nur sehr we-nig dichter zu sein scheint, als der ihn umgebende Dunstkreis. Sehen wirdagegen die Meteorsteine als Bruchstücke kleiner im Welträume gebildeterPlanetenmassen an, welche die Attraetion der Erde, als sic ihre Bahnendurchschnitt, an sich zog; so haben wir freilich alle Ursache, den erstenKern unscrs Planeten auch als eine feste, und zwar metallische Substanzuns zu denken. Hierbei ist indeß nicht zu übersehen, daß die kaltenRäume, in welchen die Meteore sich bewegen, ihre anfängliche Temperaturbedeutend verringern und ihre materielle Qualität dadurch ändern muß-ten s); letztere mithin nicht gut als Analogie für die ursprüngliche Be-schaffenheit des Erdkernes angeführt werden kann. Dennoch dürfte seineMaterie dieselbe oder eine ähnliche gewesen sein, da uns frühere Unter-suchungen ja über die vorwiegende Mctallität des Erdinncrn belehrt haben.
8) Einen sehr hohen Grad brauchte sic nicht zu besitzen, weil wir wissen, daß ecklcflüssigen Materien, und selbst viele feste, bei jeder Temperatur verdunsten, also auch beiniedrigen Temperaturen dunstförmig bleiben können. Vergl. die 2. Note zu S. 89.
9) Daß die Meteorsteine in der Regel warm, ja selbst heiß und sogar mit Feuer-crschcinungen verbunden nicderfallen, gicbt keinen Grund ab gegen die obigen Annahmen;denn diese Temperatur scheinen sie erst in der Nähe unserer Erdatmosphäre durch Ent-zündung der sie begleitenden Dunstmaffen, oder durch Reibung in der Lust selbst zuerlangen.