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woraus der Schweif sich bildet, und ob sic von den Stoffen des Kernes ab-wcichc, ist schwerlich oder überhaupt gar nicht zu bestimmen; aber dunst-förmig muß sie sein, selbst dünner als unsere zartesten Nebel, weil manSterne mit völliger Klarheit durch sie wahrnimmt. Auch der Kern kannnicht viel dichter sein, denn er trübt ebenso wenig das Licht der Firstcrne,welche durch ihn zu uns herübcrstrahlen. Die Qualität beider Stoffe mußferner von bestimmten Graden der Temperatur und des Druckes abhängcn,weil die Dunstmassc sich vergrößert, je näher der Komet an die Sonne her-anrückt und gewöhnlich bald nach dem Durchgänge durch sein Pcrihcl derSchweif des Kometen die größte Ausdehnung erlangt. Früher schrieb mandie Verlängerung des Schweifes dem ausdehncndcn Einflüsse zu, welchendie Sonne mittelst ihrer Wärme auf die Masse des Kometen ausübc; gegen-wärtig ist man geneigter, seine Volumsvermchrung von der beschleunigtenBewegung des Kernes abzuleitcn, worin ihn die mit der Annäherung immerstärker werdende Attraction der Sonne versetzt. Indem nämlich ungleichdichte Bcstandtheile des Kometen theils ungleich von der Sonne angezogen,thcils ungleich von dem Widerstande des Aethers 3) zurückgehalten werden,müssen allerdings die zarteren Schichten mehr Zurückbleiben und als Folgedavon den Schweif verlängern. Es muß ferner der Kern, ohne Zweifelder dichteste Thcil des Kometen, sich der Sonne zuwcndcn, weil er amstärksten von ihr angezogen wird, der Schweif aber wird um so weiter vonihr entfernt bleiben, je dünner er ist, d. h. je schwächer er angezogen wird;und aus diesem Grunde treffen wir ihn außerhalb der Kometcnbahn ab-wärts von der Sonne in der früher erwähnten Richtung. DergleichenVerhältnisse könnten aber nicht eintretcn, wenn die Bcstandtheile des Kome-ten eine gleiche Dichtigkeit besäßen oder überhaupt nicht so überaus dünnwären; ja es scheint, als wenn seine Stoffe, wegen der mangelnden größe-ren Differenz ihrer spezifischen Schwere, wohl nie zu einer bessern Consoli-dirung gelangen werden, sondern für immer in dieser luftigen hauchartigenBeschaffenheit zu verweilen bestimmt sein dürften. Wenigstens sind dieUnterschiede der mehrmals wiedergekchrten und genauer beobachteten Kome-ten zu unbedeutend, als daß sich ein allmäliger Fortschritt an ihnen, eine
3) Die Anwesenheit eines höchst zarten Fluidums im Welträume, des Acth ers, istschun von früheren Physikern gelehrt, in neuerer Zeit aber am überzeugendsten durch Enckedargethan wurden, indem er zeigte, daß nur aus der Annahme eines sulche» Widerstandleistenden Stuffcs die stets kürzer werdende Umlaufszeit des nach ihm genannten Kumctcnerklärt werden könne. —