slolloimwiS mit mtfärbto» Streifen versehen sind, anderweitig aber ihre dunkleFarbe behalten.
Die Asche, welche oben als zweiter Thcil der Answurfsstoffe anf-gcführt wurde, stellt sich in der Regel erst um die Mitte einer Eruption odergegen Ende derselben ein und besteht aus fein zertheiltem Erdreich, dasbald das Ansehen eines grauen Mehles hat, bald gröber ist und mehr Kiesgleicht, daher in dieser Form auch Sand genannt wird. Sie ist in beidenGestalten nur fein zcrthciltc Lava, gleichsam gepulverte erdige Lava, dereneinzelne Partikelchen, seien sie fein oder grob, aus kleinen Krystallen vonFcldspath, Augit, Titanciscn, Magnetciscn, Olivin und anderen Bestand-thesien der Laven bestehen, welche der aufsteigendc Dunst wegen ihrer Leich-tigkeit mit emporhebt und weithin über die Ebene ausschüttet^>. Die Ascheist auch die Ursache deS dunkeln Ansehens der Fumarolcn, wie des trübenSonnenlichtes während der Eruption überhaupt, weil sie sich in solcherMenge in der Luft befindet und wegen ihrer Feinheit so langsam nieder-fällt, daß sie die Atmosphäre gleichsam erfüllt und den meisten Lichtstrahlenkeinen freien Durchgang mehr verstattet. Wie übrigens die Lava sich sofein zerthcilcn könne, weiß man noch nicht mit Gewißheit ; allein die Mög-lichkeit dazu muß leicht und allgemein sein, da die ausgeworfenen Quanti-
8) Zahlreiche wcrthvolle Untersuchungen von Ehrenberg haben seitdem nicht bloßin der losen vulkanischen Asche, sondern auch in den zusammcngcbackeucn vulkanischenTuffen, selbst in Bimssteinen, sowohl neuen als ältere», organische Bcischlüsse nachge-wicscn, namentlich die Kicselgerüste der Bacillaricn und Phytolitharien. Wenneinige Naturforscher, durch den wässerige» Ursprung solcher Organismen verleitet, diegenannten vulkanische» Produkte für ucptuuische Gebilde erkläre» wollten, so hätten sicdazu freilich keinen genügenden Grund; vielmehr stellen sich die beobachteten Thatsacbennur in die Reihe der vulkanischen Schlammeruptionen und des Auswurfes tvdter Fischebei Ausbrüchen in der Cordillerc Amerikas. Alle drei Phänomene beweisen nicht mehr, alsdaß superficicllc Gewässer mit ihren organischen Bewohnern einen Zugang zum vulkani-schen Herde finden, und später mit den geschmolzenen vulkanischen Produetcn gemischtdurch den vulkanischen Schlund wieder an die Oberfläche gelangen. In dieser Beziehungsind Ehrcnberg's Entdeckungen von hohem Interesse und werden es immer mehr durchdie Ausdehnung, welche sie unter seinen rastlosen Händen erhalten. Namentlich scheint csmir von Wichtigkeit zu sein, durch die organischen Bcischlüsse den Nachweis liefern zu kön-nen, daß zu gewissen Vulkanen (Island, Eifel) süße Gewässer eine» Zugang haben, weilvon ihnen Süßwasscr-Organismen ausgcworfcn werden, während andere Vulkane Seegc-schvpfe (Patagonien) heben, und wieder andere nur unorganische Produkte (canarische, li-parische Inseln). Man vcrgl. die Berichte über die Vcrhandl. der Berl. Akademie.Juni 1846.