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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Gerüche (der des Schwefelwasserstoffs gleicht dem stinkender fauler Eier),und tragen einen Thcil der nachthciligen Wirkungen in sich, welche vonden vulkanischen Dämpfen auf die Umgebungen des Vulkans ausgeübtwerden. In die Luft auSströmend, setzt der Schwefel sich wieder in festerGestalt an, und bildet gelbe pulvcrförnüge Ucberzügc an den Rändern vonSpalten und Ritzen, aus welchen er hcrvorströmt; auch in hohlen Räumensammelt er sich, und findet sich nicht selten krystallisirt in Gesellschaft vonGyps ganz ähnlich, wie wir ihn auf Gäugcn und Lagern im Urgebirgeantreffen. Die Schwefelsäure geht wohl Verbindungen mit Salzbasenein, und scheint einen Theil des kohlensaurcn Kalkes in Gyps zu verwan-deln, der bekanntlich eine Verbindung von Kalkcrdc und Schwefelsäure ist.Aus dem häufigen Vorkommen des Schwefels in fast allen vulkanischenAusbruehöstoffen scheint sich somit die häufige Anwesenheit des GypseS,zumal als feinkörniger oder Alabaster, zu erklären. Auch mit Thonerdcverbindet sich die Schwefelsäure, und bildet auf solche Weise, erdige Massenzersetzend, den Alaunstein, der in manchen vulkanischen Gegenden (Un-garn, Frankreich) gefunden wird. Nächst den Schwcfclverbindungen sindcs besonders Chlorverbindungen, welche in den vulkanischen DämpfenVorkommen. Die wichtigste dieser Verbindungen ist die Salzsäure,welche aus Chlor und Wasserstoff besteht; leicht kenntlich an ihrem stechen-den Geruch und der schneeweißen Farbe ihrer Dämpfe. Sic findet sich in-dessen minder häufig, als die Schwefelsäure, und wenn sie vorkommt, mehran Salzbascn gebunden, namentlich mit dem Natron als Kochsalz y, undmit Ammonium als Salmiak. Letzteres Salz ist sehr flüchtig, daherDämpfe desselben, ganz wie Schwcfeldämpfc, in den Fumarolcn enthaltensind, und ähnliche Ucbcrzüge au Stellen bilden, wo die kältere Atmosphäredie Dämpfe nöthigt, eine feste Form anzunchmcn. Selbst das Kochsalz istflüchtig bei einer Temperatur, welche dein Glühpunktc des Eisens nahekommt, und bildet aus demselben Grunde Salzkrusten an verschiedenenStellen mancher Vulkane. Namentlich sind solche Salzabsätze häufige Er-scheinungen am Vesuv, wo sie von den ärmeren Volksklasscn begierig aus-gesucht und als Quellen von Erwerb benutzt werden. Auch der Hekla aufIsland producirt Kochsalz. Seltener als Chlor und Schwefel ist in denFumarolcn der Kohlenstoff, doch nur in einer Form, nämlich in seiner Ver-bindung mit Sauerstoff als Kohlensäure enthalten. Man kennt sie bc-

3) Bei der Bildung des Kochsalzes verwandelt sich die Salzsäure, indem sie ihrenWasserstoff abgiebt, in Chlor und cs entsteht Chlvrnatrium. Vcrgl. die Note S. 40.

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